Aktualisiert 06.03.2005 22:06

Mysteriöser «Gasalarm» in Luzerner Perry-Markt

Gasalarm im Perry-Markt an der Bleicherstrasse: Die Polizei evakuierte am Samstagmittag Kunden und Personal. Welche Substanz austrat, ist unklar. Die Polizei ist ratlos.

«Wir mussten alle Anwesenden evakuieren und das Geschäft für gut 90 Minuten absperren», sagt Werner Hofmann, Chef Verkehr und Prävention von der Luzerner Stadtpolizei. Das fünfköpfige Polizei-Löschpikett rückte aus, nachdem beim Perry-Markt an der Bleicherstrasse Gasaustritt gemeldet wurde. Hofmann: «Am Hintereingang war eine Angestellte mit tränenden Augen, die über akute Übelkeit und Kopfschmerzen klagte.» Der undefinierbare Geruch löste auch bei den Einsatzkräften akute Übelkeit aus. Es wurden ein Spezialist von Energie Wasser Luzern (EWL), die Emmer Chemiewehr, ein Rettungsteam des Kantonsspitals und die städtische Feuerwehr beigezogen. Trotz Grosseinsatz sei in keinem Moment Panik ausgebrochen, so Hofmann.

Der EWL-Spezialist und die Emmer Chemiewehr konnten jedoch kein austretendes Gas feststellen. Hofmann: «Das ist ein aussergewöhnlicher Fall, wir wissen nicht, was es war.» Und dies, obwohl die Emmer Chemiewehr mit Spezialgeräten im Einsatz stand. Hofmann: «Die Chemiewehr konnte rund 30 Substanzen ausschliessen, so auch Erdgas.» Die evakuierten Personen wurden vor Ort durch das Rettungsteam betreut. Ihr Gesundheitszustand konnte stabilisiert werden; es musste niemand ins Spital.

(sam)

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