Voralpen-Express: Mysteriöses Gold soll Unternehmen aus Afrika gehören

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Voralpen-ExpressMysteriöses Gold soll Unternehmen aus Afrika gehören

Ist das Rätsel um die Goldbarren im Voralpen-Express gelöst? Ein Vertreter eines Bergbauunternehmens aus Ghana soll im Zug eingeschlafen sein und dann das Gold vergessen haben. Sein Arbeitgeber soll geglaubt haben, er habe es gestohlen.

von
Martin Messmer
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Im vordersten Wagen einer damaligen Komposition des Voralpen-Express der Südostbahn wurden im Herbst 2019 Goldbarren gefunden, als sich der Zug im Endbahnhof Luzern befand.

Im vordersten Wagen einer damaligen Komposition des Voralpen-Express der Südostbahn wurden im Herbst 2019 Goldbarren gefunden, als sich der Zug im Endbahnhof Luzern befand.

Wikipedia
Das Gold soll einen Wert von 182’000 Franken haben. Weder Goldexperten noch angefragte Banken konnten der Luzerner Staatsanwaltschaft helfen, die Herkunft des Goldes zu klären.

Das Gold soll einen Wert von 182’000 Franken haben. Weder Goldexperten noch angefragte Banken konnten der Luzerner Staatsanwaltschaft helfen, die Herkunft des Goldes zu klären.

Symbolbild
Deshalb wurde die Besitzerschaft der Goldbarren nun öffentlich im Kantonsblatt gesucht. Dort ist die Rede davon, das Gold sei in einem Wagon der SBB gefunden worden, die «Zürichsee-Zeitung» berichtet aber unter Berufung auf Angaben der Staatsanwalt, dass es sich um einen Voralpen-Express handle. Diesen betreibt die Südostbahn. Jetzt könnte das Rätsel gelöst sein: Das Gold soll einem Bergbauunternehmen aus Ghana gehören.

Deshalb wurde die Besitzerschaft der Goldbarren nun öffentlich im Kantonsblatt gesucht. Dort ist die Rede davon, das Gold sei in einem Wagon der SBB gefunden worden, die «Zürichsee-Zeitung» berichtet aber unter Berufung auf Angaben der Staatsanwalt, dass es sich um einen Voralpen-Express handle. Diesen betreibt die Südostbahn. Jetzt könnte das Rätsel gelöst sein: Das Gold soll einem Bergbauunternehmen aus Ghana gehören.

Screenshot Luzerner Kantonsblatt, 13. Juni 2020

Darum geht es

  • Am 24. Oktober wurden im Voralpen-Express Nummer 2570 von St. Gallen nach Luzern am Endbahnhof etwa um 12.12 Uhr Goldbarren im Wert von über 180’000 Franken gefunden.
  • Jetzt soll das Rätsel gelöst sein: Es gehöre einem Bergbauunternehmen aus Ghana, schreibt das welsche News-Portal lematin.ch
  • Das Gold sollte eigentlich nach Genf gebracht werden.

Wer lässt einfach so Goldbarren im Wert von 180’000 Franken in einem Zug liegen? Darüber rätselt die ganze Welt, seit internationale Medien darüber berichteten. Vergessen wurde das Gold am 24. Oktober 2019 im Voralpen-Express von St. Gallen nach Luzern. Die Staatsanwaltschaft Luzern hat am 13. Juni eine öffentliche Suche nach dem Besitzer lanciert, da Ermittlungen nicht zum Ziel führten.

Und jetzt soll das Rätsel um das Gold aus dem Voralpen-Express gelöst sein: Das welsche Newsportal lematin.ch schreibt unter Berufung auf eine anonyme Quelle, es gehöre einem Bergbauunternehmen aus Ghana. Ein Vertreter dieser Firma habe es im Zug bei sich dabeigehabt und sei eingeschlafen. Sein Arbeitgeber habe geglaubt, der Vertreter habe es gestohlen. Wahrscheinlich sollte das Gold nach Genf gebracht werden, zu einem Juwelier, einer Giesserei oder einer Raffinerie.

Die Quelle im lematin.ch ist anonym. Auf Anfrage von 20 Minuten bei der Staatsanwaltschaft Luzern heisst es, man könne den beschriebenen Sachverhalt derzeit weder dementieren noch bestätigen. Zwar sei am Dienstagmorgen tatsächlich ein Hinweis in französischer Sprache zum Gold bei der Luzerner Staatsanwaltschaft eingegangen, inhaltlich sei dieser aber noch nicht geprüft worden.

Alle wollen Besitzer des Goldes sein

Tatsächlich sei es so, «dass fast täglich Meldungen von Personen reinkommen, die das Gefühl haben, das Gold gehöre ihnen», sagt Christian Bertschi, Kommunikationschef der Luzerner Polizei. Es werde eine Weile dauern, bis alle Abklärungen gemacht seien und man verifizieren könne, wem das Gold tatsächlich gehört.

Wer indes zu Unrecht behauptet, Besitzer des Goldes zu sein, könnte sich strafbar machen; Bertschi sieht den Straftatbestand der Irreführung der Rechtspflege erfüllt. Hier müsste aber ein Vorsatz bewiesen werden können, was sich in der Realität als schwierig erweisen könne.

Die Suche nach dem Besitzer des mysteriösen Goldes aus dem Voralpen-Express geht also weiter.

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