Mystery Park schliesst endgültig
Aktualisiert

Mystery Park schliesst endgültig

Auch der letzte Sanierungsplan für den Interlakner Mystery Park ist gescheitert. Ende November ist Schluss.

Die erforderliche Zustimmung aller Drittklassgläubiger ist nicht zu Stande gekommen. Die Gemeinde Matten scherte aus und damit ist das Projekt für den Solothurner Investor Franz Gyger nicht mehr realisierbar.

In der brieflichen Umfrage zum Sanierungsvorschlag Gygers äusserte sich nicht einmal die Hälfte der Drittklassgläubiger des Freizeitparks, wie Philipp Possa von der Sachwalterin Transliq am Montag zu einem Bericht des Regionaljournals Bern, Freiburg, Wallis von Schweizer Radio DRS sagte. Er machte auf Anfrage keine Angaben dazu, ob sich die Drittklassgläubiger positiv oder negativ zum Sanierungsvorschlag geäussert haben.

Abgelehnt wurde die Sanierungsvariante insbesondere von der Gemeinde Matten, die ebenfalls Drittklassgläubigerin ist, wie Gemeindepräsident Andreas Grossniklaus zu dem Radiobericht bestätigte. Ohne die Gemeinde im Rücken sei seine Sanierungsvariante gescheitert, sagte Gyger auf Anfrage. Das offizielle Umfrageergebnis kenne er aber noch nicht. Der Verwaltungsrat des Rätselparks wollte sich zunächst nicht äussern. Die Frist laufe erst am (heutigen) Montagabend ab, sagte der interimistische Verwaltungsratspräsident Achilles Handschin.

Unabhängig von der erneut gescheiterten Sanierung läuft das Nachlassverfahren des Parks weiter. Derzeit erarbeitet die Sachwalterin zusammen mit dem Verwaltungsrat einen Nachlassvertrag aus. Dieser wird voraussichtlich im Dezember den Gläubigern zur Abstimmung vorgelegt. Der von Schriftsteller Erich von Däniken initiierte Park wird gemäss einem Beschluss der Sachwalterin und des Verwaltungsrates seine Tore spätestens Ende November schliessen. (dapd)

Deine Meinung