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Gefährliche Kurve in ZürichNach 2 tödlichen Unfällen gibts Schutz wie auf Skipiste

Im Bereich Schlyfi im Zürcher Kreis 7 stürzten dieses Jahr gleich zwei Velofahrer. Beide Männer verstarben noch am Unfallort. Die Stadt hat nun reagiert.

von
Lynn Sachs
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Dieses Absperrmaterial hat die Stadt Zürich nach zwei tödlichen Unfällen an der Witikonerstrasse in Zürich installiert. 

Dieses Absperrmaterial hat die Stadt Zürich nach zwei tödlichen Unfällen an der Witikonerstrasse in Zürich installiert.

Foto: Leser-Reporter
Wie es bei der Dienstabteilung Verkehr Stadt Zürich auf Anfrage heisst, wurden bereits zuvor die Randsteine durch das Tiefbauamt abgeschrägt.

Wie es bei der Dienstabteilung Verkehr Stadt Zürich auf Anfrage heisst, wurden bereits zuvor die Randsteine durch das Tiefbauamt abgeschrägt.

Foto: Google Maps
«Diese Massnahmen sollen dazu beitragen, dass stürzende Velofahrende sich nicht an den Kandelabern verletzen», sagt Sprecher Heiko Ciceri. 

«Diese Massnahmen sollen dazu beitragen, dass stürzende Velofahrende sich nicht an den Kandelabern verletzen», sagt Sprecher Heiko Ciceri.

Foto: Google Maps

Darum gehts

  • Bei zwei Unfällen in diesem Jahr an der Witikonerstrasse starben zwei Velofahrer.

  • Als Reaktion wurde nun ein Aufprallschutz angebracht, der stürzende Velofahrer schützen soll.

Auf der Witikonerstrasse in Zürich sieht es aus wie auf einer Skipiste ohne Schnee. Die Masten für die Stromleitung der VBZ-Busse und der Laternenpfahl sind mit orangen Schützen eingefasst. Dazwischen steht ein gelbes Absperrband an orangen Stangen. Auslöser für diese Massnahmen waren zwei tödliche Velounfälle, die sich 2020 an dieser Stelle ereignet haben.

Der erste Unfall ereignete sich im Frühjahr. Wie die Stadtpolizei Zürich damals mitteilte, fuhr ein Mann am 8. April auf der Witikonerstrasse stadteinwärts. Im Bereich der Schlyfi kam er zu Fall und kollidierte anschliessend mit einer Laterne am rechten Strassenrand. Der Mann verstarb noch am Unfallort. Der zweite tödliche Unfall folgte nur ein paar Monate später. Ein 62-jähriger Velofahrer war am 14. September ebenfalls auf der Witikonerstrasse stadteinwärts unterwegs. Auch er stürzte im Bereich der Schlyfi und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Abschüssig und unterschätzte Stelle

Wie es bei der Dienstabteilung Verkehr Stadt Zürich auf Anfrage heisst, habe man als Reaktion auf die beiden Unfälle neu Absperrmaterial und Aufprallschutz wie auf Skipisten angebracht. Zudem wurden bereits zuvor die Randsteine durch das Tiefbauamt abgeschrägt, sagt Sprecher Heiko Ciceri. «Diese Massnahmen sollen dazu beitragen, dass stürzende Velofahrende sich nicht an den Kandelabern verletzen.» Das ist laut Ciceri der einzige Ort in Zürich, wo eine solche Massnahme ergriffen wurde.

Beim Verband Pro Velo Zürich kommen die Massnahmen gut an. «Das ist sinnvoll, weil sich dort immer wieder schwere Unfälle ereignen», sagt Präsident Res Marti. Die Stelle sei so gefährlich, weil die Strasse abschüssig sei und die Kurve von Velofahrern oft unterschätzt werde.

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