Aung San Suu Kyi: Nach 24 Jahren erstmals wieder ins Ausland

Aktualisiert

Aung San Suu KyiNach 24 Jahren erstmals wieder ins Ausland

Nicht einmal, als ihr todkranker Mann in London im Sterben lag, verliess Aung San Suu Kyi, die Hoffnung Burmas, ihr Land - aus Angst, nicht mehr zurückkehren zu dürfen. Jetzt plant sie ihre erste Auslandreise seit 24 Jahren.

Aung San Suu Kyi wird erstmals seit 24 Jahren ausserburmesischen Boden unter den Füssen haben.

Aung San Suu Kyi wird erstmals seit 24 Jahren ausserburmesischen Boden unter den Füssen haben.

Burmas Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi reist 24 Jahren nach ihrer Rückkehr nach Burma erstmals wieder ins Ausland. «Sie wird nach Norwegen und dann nach Grossbritannien reisen», sagte der Sprecher ihrer Partei Nationalliga für Demokratie, Nyan Win, am Mittwoch in Rangun.

Suu Kyi werde unter anderem an einer Veranstaltung in Oxford teilnehmen. Die 66-Jährige hat dort studiert und lebte mit ihrer Familie in den 70er und 80er Jahren dort. Ein Datum für die Reise im Juni steht noch nicht fest.

Burma war bis vergangenes Jahr eine Militärdiktatur. Suu Kyi hat seit 1988 mehr als 15 Jahre unter Hausarrest verbracht und war zuletzt im November 2010 freigelassen worden.

Seit 1991 stets unter Hausarrest – oder im Knast

Das norwegische Aussenministerium bestätigte die Reisepläne. «Aussenminister Jonas Gahr hat dies am Sonntag mit Suu Kyi besprochen», sagte ein Sprecher. Das Nobelpreiskomitee in Oslo plant nach eigenen Angaben einen grossen Empfang.

Als Suu Kyi 1991 den Friedensnobelpreis erhielt, war sie unter Hausarrest. Ihre Söhne nahmen die Auszeichnung entgegen. (sda)

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