Basel: Falschparkierer taucht erst nach 30 Minuten auf
Aktualisiert

BaselFalschparkierer taucht erst nach 30 Minuten auf

Ein falsch parkierter Zürcher VW-Bus blockierte am Donnerstagabend den Busbetrieb in der Schützenmattstrasse in Basel. Das könnte ein teures Nachspiel haben.

von
obr
1 / 7
Donnerstag, 7. November 2019, zwischen 21.30 Uhr und 22 Uhr war die Buslinie 34 an der Schützenmattstrasse blockiert. Wegen einem Falschparkierer. «Typisch züri», kommentierte der Leserreporter.

Donnerstag, 7. November 2019, zwischen 21.30 Uhr und 22 Uhr war die Buslinie 34 an der Schützenmattstrasse blockiert. Wegen einem Falschparkierer. «Typisch züri», kommentierte der Leserreporter.

Leser-Reporter/Brunner
Fahrgäste halfen dem Chauffeur, den Bus durch das Nadelöhr zu bugsieren. Nach einer halben Stunde war die Blockierung aufgehoben. Der Fahrzeughalter konnte von der Kantonspolizei Basel-Stadt ausfindig gemacht werden und parkierte um. Neben einer Busse droht dem Falschparkierer eine Umtriebsentschädigung seitens der BVB.

Fahrgäste halfen dem Chauffeur, den Bus durch das Nadelöhr zu bugsieren. Nach einer halben Stunde war die Blockierung aufgehoben. Der Fahrzeughalter konnte von der Kantonspolizei Basel-Stadt ausfindig gemacht werden und parkierte um. Neben einer Busse droht dem Falschparkierer eine Umtriebsentschädigung seitens der BVB.

Twitter/BVB Leitstelle
Nein, da kann das Tram nicht mehr passieren. Im November 2018 blockierte ein Falschparkierer in der St. Johanns-Vorstadt die Tramlinie 11.

Nein, da kann das Tram nicht mehr passieren. Im November 2018 blockierte ein Falschparkierer in der St. Johanns-Vorstadt die Tramlinie 11.

Ein falsch parkierter Zürcher VW-Bus blockierte am Donnerstagabend in der Schüztenmattstrasse Basel gleich drei Buslinien der Basler Verkehrsbetriebe. «Alle Passagiere mussten aussteigen und zu Fuss zur nächsten Station gehen», berichtet Leser-Reporter Benedict Brunner. «Der Bus war pumpenvoll», sagt er, «wie üblich nach der Messe.» Auch er war auf dem Heimweg vom Messebesuch auf dem Petersplatz. An der Station Schützenmattstrasse konnte er schliesslich den umgeleiteten Folgebus erreichen.

Wegen dem Falschparkierer war der 27-Jährige eine halbe Stunde später zu Hause. «Schlimm war das nicht. Einige nervten sich aber, dass sie aussteigen und laufen mussten.» Während sich Brunner nach Hause begab, haben einige Fahrgäste dem Chauffeur geholfen, den Bus durch das Nadelöhr zu steuern, wie BVB-Mediensprecher Benjamin Schmid berichtet. Die ganze Störung habe rund 30 Minuten gedauert.

Umtriebsentschädigung kann teuer werden

«Die vor Ort ebenfalls anwesende Polizei konnte den Halter des Fahrzeugs ausfindig machen. Dieser parkierte das Auto in der Folge um», so Schmid. Zum Glück für den Falschparkierer: Hätte das Auto abgeschleppt werden müssen, wäre es so richtig teuer geworden. Weil er den Tramverkehr behindert hatte, musste vergangenen Dezember ein französischer Mini-Fahrer 458 Franken fürs Abschleppen bezahlen.

Für die Blockierung des Buslinienbetriebs könnte dem VW-Fahrer noch eine saftige Umtriebsentschädigung blühen. Der Minutentarif für solche Parksünden beträgt in der Regel 15 Franken. Die halbe Stunde würde mit 450 Franken zu Buche schlagen. Die BVB entscheiden von Fall zu Fall, ob die Umtriebskosten in Rechnung gestellt werden.

Deine Meinung