Buchs SG: Nach Brand – Hells Angels sind erschüttert
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Buchs SGNach Brand – Hells Angels sind erschüttert

In der Nacht auf Sonntag ist das Clubhaus der Hells Angels in Buchs SG abgebrannt. Dabei wurden viele wertvolle Gegenstände vernichtet.

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jeh/qll/vro
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Im Clubhaus der Hells Angels in Buchs SG brannte es in der Nacht auf Sonntag, 17. Mai 2015.

Im Clubhaus der Hells Angels in Buchs SG brannte es in der Nacht auf Sonntag, 17. Mai 2015.

Kapo SG
Die Feuerwehr rückte an und konnte den Brand löschen. Am Freitag, 21. August 2015, gab die Kantonspolizei St. Gallen dann bekannt, dass das Clubhaus laut Ermittlungen angezündet wurde.

Die Feuerwehr rückte an und konnte den Brand löschen. Am Freitag, 21. August 2015, gab die Kantonspolizei St. Gallen dann bekannt, dass das Clubhaus laut Ermittlungen angezündet wurde.

Kapo SG
Hells-Angels-Präsi Peter Heeb trauert den wertvollen Geschenken von Brüdern im Clubhaus nach. (Mai 2015)

Hells-Angels-Präsi Peter Heeb trauert den wertvollen Geschenken von Brüdern im Clubhaus nach. (Mai 2015)

jeh

Der Präsident der Hells Angels Riverside Buchs ist erschüttert. «Viele wertvolle Gegenstände, die wir von unseren Brüdern geschenkt bekommen haben, wurden zerstört», so Peter Heeb. Im Clubhaus der «Hells» an der St. Gallerstrasse in Buchs SG ist in der Nacht auf Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Kurz nach drei Uhr sei der Brand gemeldet worden, sagt Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen zu 20 Minuten. Es habe sich jedoch niemand im Gebäude befunden, deshalb wurde auch niemand verletzt, so Rezzoli.

Am Sonntag versammelten sich schon sehr früh einige Mitglieder der Hells Angels Riverside vor ihrem Clubhaus. «Wir sind bitter enttäuscht; es ist ein Desaster», so ein Mitglied, das gleich nebenan wohnt. Er wie auch Präsident Heeb gehen nicht davon aus, dass es Brandstiftung war. Sie hätten nie Probleme oder Streitereien gehabt und das Clubhaus gebe es bereits seit rund 14 Jahren. «Stress gibt es keinen, wir haben alles im Griff», sagt Heeb. Man müsse nun die Ergebnisse der Brandermittler abwarten.

Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar, wie Polizeisprecher Rezzoli sagt. «Es gibt keine Hinweise, ob es Brandstiftung oder ein technischer Defekt war.» Deshalb haben mit dem Abschluss der Löscharbeiten die Spezialisten des kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei St. Gallen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Schwierige Löscharbeiten

Luany Frehner (21) wohnt direkt neben dem Clubhaus und kam gerade nach Hause, als sie Rauch beim Haus gegenüber feststellte. «Kurz darauf hat es gebrannt», so die gelernte Coiffeuse. «Ich habe die Feuerwehr alarmiert.» Die Feuerwehr Buchs rückte sofort aus. Als diese eintraf, nahm sie nebst einem dicken schwarzen Rauch auch Flammen wahr, die aus einem Fenster im Obergeschoss schlugen. Das Feuer griff rasch auf den Dachstock über, was die Löscharbeiten erschwerte, da es immer wieder neue Nahrung fand. Während den Löscharbeiten musste die St. Gallerstrasse für den Verkehr gesperrt werden.

Clubhaus für 1,4 Millionen verkaufen

Laut einem Anwohner seien die Hells Angels nie negativ aufgefallen. Auch sei es sehr schade, dass das Haus abgebrannt sei – es sei wirklich sehr schön gewesen. Ebenfalls hätten die Mitglieder das Haus innen sehr schön eingerichtet. Gemäss einem anderen Anwohner wollte man das Clubhaus vor rund drei Jahren für 1,4 Millionen verkaufen.

Noch sind die Einsatzkräfte mit den letzten Aufräumarbeiten beschäftigt. Es muss mit einem Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken gerechnet werden.

Ein Anwohner hat den Brand gefilmt:

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