Presseschau: Nach Constantin-Ausraster hagelt es Schlagzeilen
Aktualisiert

PresseschauNach Constantin-Ausraster hagelt es Schlagzeilen

Zuschauer haben ihren Augen nicht getraut, als Sion-Präsident Constantin auf Fussballexperte Fringer losging. Nach dem ersten Schockmoment ist für viele klar: Constantin muss weg.

von
foa

Videoaufnahmen zeigen das Ende des Vorfalls zwischen Constantin und Fringer. (Video: Tamedia/Teleclub)

Auf dem Rasen spielte der FC Sion gegen Lugano. Neben dem Platz hat jedoch Sions Präsident Christian Constantin einen anderen Kampf ausgetragen. Nach dem 2:1-Erfolg seiner Mannschaft in Lugano geht er auf den ehemaligen Schweizer Nationalcoach Rolf Fringer los. Dieser hatte Constantin als Fussball-Experte öfters kritisiert.

In einer ersten Communiqué-Reaktion verurteilt die SFL Constantins Verstoss gegen die Verhaltensregeln des Schweizerischen Fussballverbands SFV «aufs Schärfste und wird eine Untersuchung des Vorfalls durch die Disziplinarkommission veranlassen». Die Tragweite ist unabsehbar, das mögliche Strafmass reicht wohl bis zu einer mehrjährigen Sperre.

«Heute ist bereits das Wort Schlagzeile irgendwie zu viel»

Die Schweizer Medien und ihre Sport-Experten spielen jedoch trotz verschiedenen Heimteams für einmal in der gleichen Mannschaft – in der gegen Christian Constantin. «Zieht diesen Mann aus dem Verkehr!» titelt der «Blick». «Wer gedacht hat, er hätte im Schweizer Sport schon alles erlebt, der musste sich gestern Abend die Augen reiben», beginnt der «Blick»-Sportchef seinen Kommentar. «Es gibt nichts, was es nicht gibt!»

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Präsident des FC Sion und Enfant terrible: Christian Constantin. (16. September 2017)

Präsident des FC Sion und Enfant terrible: Christian Constantin. (16. September 2017)

Keystone/Valentin Flauraud
«Es gibt nichts, was es nicht gibt!»: Für den «Blick» ging FC Sion-Präsident Christian Constantin zu weit.

«Es gibt nichts, was es nicht gibt!»: Für den «Blick» ging FC Sion-Präsident Christian Constantin zu weit.

kein Anbieter/Screenshot/Blick
Auch für den «Tages Anzeiger» gehört er nach diesem Vorfall für längere Zeit von der Seitenlinie verbannt.

Auch für den «Tages Anzeiger» gehört er nach diesem Vorfall für längere Zeit von der Seitenlinie verbannt.

kein Anbieter/Screenshot/Tages-Anzeiger

«Jetzt hat Christian Constantin niemanden nur verbal desavouiert und vorgeführt. Jetzt hat er wieder seine bösartigste Seite gezeigt», urteilt Sportchef Ueli Kägi vom «Tages-Anzeiger».

«Der Schweizer Fussball und sein club terrible FC Sion sind um einen Eklat reicher, ja gar um einen Skandal», schreibt die «NZZ». «Heute ist bereits das Wort Schlagzeile irgendwie zu viel», so SRF-Moderator Mario Torriani am Tag danach. «Sion schlägt Lugano und Constantin Fringer.» Und in der Romandie kommt man zum Schluss: «Es ist nicht gut, wenn man Christian Constantin in der Presse angreift», so «Le Matin». «Der ehemaliger Trainer des Schweizer Teams, Rolf Fringer, hat dies am Donnerstagabend in Lugano erlebt. »

Auch auf den Sozialen Medien erntet Christian Constantin klare, negative Worte. Der CVP-Nationalrat Stefan Müller bezeichnet den Fussballclub-Präsidenten gar als Hooligan:

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