Nach dem Gewitter: Wasser muss weiter abgekocht werden
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Nach dem Gewitter: Wasser muss weiter abgekocht werden

In den Unwettergebieten des Kantons Schwyz sind mit Hilfe der Armee die Aufräumarbeiten fortgesetzt worden. Die Hagelschäden belaufen sich schweizweit auf 15 Millionen Franken.

In Unteriberg muss das Wasser weiter abgekocht werden. In zwei Ortschaften fiel auch am Freitag der Schulunterricht aus.

Heftige Gewitter hatten in der Nacht auf Donnerstag im Gebiet um Einsiedeln, vor allem in Unteriberg und in Gross, grosse Schäden angerichtet. Die Einsatzkräfte setzten am Freitag die Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten fort. Diese dürften noch Tage und Wochen in Anspruch nehmen, wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilte.

Notbrücke über Grossbach

Im Einsatz ist auch die Armee. Dreissig Durchdiener des Katastrophenhilfebereitschaftsverbandes erstellen in Gross eine Notbrücke über den Grossbach. Weiter haben die Wehrmänner den Auftrag, Keller und Garagen auszupumpen.

Während die Postautos auf ihren angestammten Routen verkehren können, kann der Privatverkehr im Schadensgebiet nur eingeschränkt verkehren. Eine Umleitung gibt es zwischen Einsiedeln und Ybrig. Die Strasse durch Gross bleibt gesperrt.

Unglücksfälle ziehen immer auch Katastrophentouristen an. Die Polizei sorge dafür, dass die Widerherstellungsarbeiten nicht durch Gaffer gestört würden, heisst es in der Mitteilung.

Kein Schulunterricht

In Unteriberg muss das Wasser vor dem Gebrauch weiterhin abgekocht werden. Dort fiel am Freitag, genauso wie in Studen, der Schulunterricht aus. In beiden Orten waren die Schulhäuser beschädigt worden.

Für zwei Monate nicht mehr bewohnbar ist in Unteriberg auch die Wohnung einer gehbehinderten Frau. Für sie sucht der Gemeindeführungsstab eine rollstuhlfähige Unterkunft.

Hagelschäden auf 15 Millionen Franken beziffert

Bei den Unwettern vom Mittwoch und Donnerstag sind in der Schweiz allein Hagelschäden von mindestens 15 Millionen Franken entstanden. Wie die Hagel-Versicherung am Freitag bekannt gab, gingen nach den Ereignissen vom Mittwochabend und Donnerstag über 3.000 Meldungen ein. Das Hauptschadengebiet reicht grossflächig von der Region Freiburg bis ins den Kanton Zürich hinein. Betroffen war aber auch das Tessin, wo in der Region Bellinzona und Lugano Hagelkörner mit Durchmessern zwischen drei und sechs Zentimetern gemeldet wurden.

(sda)

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