18.07.2016 14:44

Tödlicher Rucola?

Nach dem Salat mussten 62 Menschen ins Spital

Der Verzehr von vermutlich Rucola brachte 62 Briten dem Tod näher als dem Leben. Zwei starben sogar. Gesundheitsexperten sind alarmiert.

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Rucola gilt gemeinhin als gesund. Schliesslich enthält er nicht nur jede Menge Nähr- und Mineralstoffe, sondern auch Vitamine.

Rucola gilt gemeinhin als gesund. Schliesslich enthält er nicht nur jede Menge Nähr- und Mineralstoffe, sondern auch Vitamine.

Flickr.com/Katrin Gilger/CC BY-SA 2.0
Dass man ihn aber nicht vorbehaltlos essen sollte, zeigen Fälle aus Grossbritannien. Dort haben sich  - vermutlich durch den Verzehr von Rucola - rund 150 Menschen mit Escherichia coli O157 (E.coli O157) infiziert.

Dass man ihn aber nicht vorbehaltlos essen sollte, zeigen Fälle aus Grossbritannien. Dort haben sich - vermutlich durch den Verzehr von Rucola - rund 150 Menschen mit Escherichia coli O157 (E.coli O157) infiziert.

Flickr.com/Jules/CC BY 2.0
Das Bakterium löste bei ihnen schwere Lebensmittelvergiftungen aus. 62 Personen mussten deswegen sogar ins Spital, für zwei kam jede Hilfe zu spät.

Das Bakterium löste bei ihnen schwere Lebensmittelvergiftungen aus. 62 Personen mussten deswegen sogar ins Spital, für zwei kam jede Hilfe zu spät.

PD

Nach dem Essen mit einer schlimmen Lebensmittelvergiftung ins Spital eingeliefert zu werden, hat wohl niemand der Betroffenen aus Grossbritannien erwartet. Schliesslich hatten sie nichts Extravagantes, sondern etwas Alltägliches gegessen. Und trotzdem: Alle Patienten waren mit Escherichia coli (E.coli) O157 infiziert, einem Darmbakterium.

Die Tatsache, dass sich gleich 151 Personen in England, Wales und Schottland mehr oder weniger zeitgleich mit Symptomen wie Übelkeit an ihren Arzt wendeten, 62 davon hospitalisiert werden mussten und zwei Personen starben, brachte sogar die britische Gesundheitsbehörde PHE auf den Plan.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Bei der Suche nach dem verantwortlichen Lebensmittel stiessen die Experten rasch auf einen vermeintlichen Übeltäter: So waren zwar die Menüs der Erkrankten verschieden gewesen, doch bei allen hatte aus dem Mittelmeerraum importierter Rucola auf dem Teller gelegen. Deshalb vermuten die Mediziner die Quelle des Kolibakteriums dort. Spezifischere Tests sollen das nun bestätigen.

Um zu verhindern, dass noch weitere Opfer hinzukommen, hat PHE Grosshändlern, Supermärkten und Restaurantketten empfohlen, aus den Mittelmeerländern keinen Rucola mehr zu importieren oder für gemischte Salate zu verwenden, berichtet der «Telegraph». Den Konsumenten raten sie hingegen, ihren Salat – genauso wie Gemüse und Obst – vor dem Verzehr ordentlich zu waschen.

Welche anderen Möglichkeiten es gibt, eine Ansteckung mit E.coli O157 zu vermeiden, erfahren Sie in der Bildstrecke (siehe oben).

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