Wetter: Nach den Eisheiligen wirds wieder Sommer
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WetterNach den Eisheiligen wirds wieder Sommer

Die nächsten Tage werden düster. Doch die Bauernregeln sagen: Nach dem Einbruch fängt der Sommer erst richtig an. Auch die Wetterdienste sehen das so.

von
Joel Bedetti

Der Jahrhundertfrühling erhält eine erste Abkühlung. Am Donnerstag erreicht uns eine Kaltfront, sinkt das Thermometer auf unter 20 Grad, erster Regen belästigt uns. Am Wochenende ist der Kälteeinbruch dann perfekt: Es ist stark bewölkt, regnet und das Thermometer sinkt bis auf neun Grad.

Danach ist kein Trost in Sicht. «Am Montag und Dienstag bleibt es regnerisch, die Temperaturen schwanken zwischen zehn und zwölf Grad», erweitert Eugen Müller von Meteo Schweiz für 20 Minuten Online die offiziellen Prognosen der nationalen Wetterbehörde. Danach seien keine brauchbaren Prognosen möglich.

Für den Winter eine Hütte

Ist es nach dem Wochenende des Schreckens vorbei mit den Sonnenfreuden? Die Bauernregeln geben Entwarnung. Die Kälteperiode Mitte Mai gehört ins Programm. Es sind die sogenannten «Eisheiligen»-Tage, die sich teilweise auch wissenschaftlich bestätigen lassen. «Der Mai in der Mitte, hat für den Winter stets eine Hütte» , lautet eine Weisheit. «Erst Mitte Mai ist der Winter vorbei», eine andere. Der 17. Mai, der «Nepomuk», sollte die Kehrtwende bringen. Am Dienstag soll gemäss Meteo Schweiz zwar immer noch trübes Wetter herrschen – doch auf den Tag genau sollte man es mit den Bauernregeln ja auch nicht nehmen. Und danach, lässt uns eine dritte Bauernregel hoffen, wartet nach dem Klasse-Frühling ein Spitzensommer. «Wie das Wetter von Frühlingsanfang bis Mitte April, wird es im Sommer sein, so Gott will.»

Diejenigen Wetterdienste, welche sich langfristigen Prognosen nicht verschliessen, sehen das zumindest für dieses Jahr ähnlich. Der deutsche Meteodienst Donnerwetter sieht aufgrund von Strömungsmustern einen aussergewöhnlich guten Juni und Juli voraus. «Die Wahrscheinlichkeit, dass die Trockenheit der vergangenen Wochen auch im Sommer anhält, schätzen wir auf 80 Prozent ein», schreibt die Donnerwetter-Redaktion.

Bis zu 40 Grad

Der deutsche Langfristprognose-Spezialist Daniel Jung, der im Februar bereits einen warmen Frühling voraussagte, , erwartet auch einen guten Sommer. Er geht ins Detail: Der Juni soll erst wechselhaft sein, bei knapp über 20 Grad, dann soll das Thermometer in der Monatsmitte auf 30 Grad steigen. Nach einer Abkühlung Ende Juni und Anfang Juli sollen die Temperaturen dann Spitzenwerte nahe 40 Grad erreichen. Der August soll heiss und trocken anlaufen, werde dann aber launisch und teilweise regnerisch.

Meteo Schweiz ist noch am Rechnen und wird erst Anfang nächster Woche bekannt geben, welche Durchschnittstemperaturen sie für den Schweizer Sommer erwartet.

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