Bombe am Times Square: Nach diesem Mann fahndet New York

Aktualisiert

Bombe am Times SquareNach diesem Mann fahndet New York

Nach dem gescheiterten Bombenanschlag auf den New Yorker Times Square fahnden Ermittler nach einem Mann, der von einer Überwachungskamera gefilmt wurde. Das Video wurde veröffentlicht.

Der Unbekannte im Alter zwischen 40 und 50 Jahren zieht sein Hemd in der Nähe des Tatautos aus und steckte es verstohlen in eine Tasche, wie aus den am Sonntag veröffentlichten Aufnahmen hervorgeht. Er dreht sich zudem um und schaut kurz auf den Geländewagen, aus dem Qualm aufsteigt.

Die New Yorker Polizei und FBI-Ermittler müssen nach eigenen Angaben noch Hunderte Stunden von Videomaterial aus Überwachungskameras vom Times Square auswerten. Der weltbekannte Platz wurde am Samstagabend für zehn Stunden gesperrt. Der Sprengsatz, der nicht funktionierte, wurde von einem Strassenhändler entdeckt, der die Polizei alarmierte.

Video von Mehsud aufgetaucht

Die pakistanischen Taliban drohten unterdessen nach Erkenntnissen einer US-Organisation in einer Videobotschaft mit Anschlägen auf amerikanische Grossstädte. Wie das IntelCenter, das militante Medienäusserungen beobachtet, mitteilte, handelt es sich um den pakistanischen Taliban-Anführer Hakimullah Mehsud, der mit Anschlägen in «einigen Tagen oder in einem Monat» droht. Das neunminütige Video ist demnach auf den 4. April datiert und scheint echt zu sein. Der gescheiterte Anschlag auf den Times Square in New York ist darin nicht erwähnt.

Wagenbesitzer gefunden

Bereits am Wochenende bekannten sich die Taliban in Pakistan zu dem versuchten Anschlag. Die New Yorker Polizei erklärte allerdings, es gebe keine Hinweise auf eine Verbindung zu den Extremisten. Die Bombe müsse vermutlich vielmehr einem Einzeltäter zugeschrieben werden.

Offenbar hat die Polizei den Besitzer des Tatfahrzeugs, eines Nissan Pathfinder, ausfindig gemacht. Es handelt sich um einen Mann aus Connecticut. Dieser soll nun befragt werden. Derweil wird auch das Auto selbst im Forensischen Institut in Queens akribisch auf Spuren wie Fasern und Fingerabdrücke untersucht. Offenbar wurden bis jetzt keine Fingerabdrücke gefunden. Die Untersuchungen seien aber erst am Anfang, heisst es von offizieller Seite.

Waffenkiste mit acht Säcken Dünger

Auch der Inhalt des Wagens, die drei Propangas-Behälter und die zwei roten Benzinkanister werden untersucht. Die Polizei versucht herauszufinden, wo diese gekauft wurden. Helfen könnte dabei die grosse Waffenkiste, die sich ebenfalls im Auto befand und acht Säcke Dünger enthielt. Sie könnte eher zu ihrem Besitzer zurückverfolgt werden, da sie nicht wie die anderen Dinge einfach in einem grossen Heimwerker-Laden gekauft werden kann. (dapd)

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