Benken SG – Nach dreistem Fischklau – Ermittler identifizieren Tatverdächtige
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Benken SGNach dreistem Fischklau – Ermittler identifizieren Tatverdächtige

Ende Oktober wurden aus der Fischzucht Widen in Benken SG über 250 Regenbogenforellen geklaut. Nun konnten Tatverdächtige identifiziert werden. Sollten sich diese als schuldig erweisen, wird der Fischereiverein Klage auf Schadenersatz stellen.

von
Pascal Eicher
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Ende Oktober bemerkte der Fischereiverein See und Gaster das Fehlen von über 250 Regenbogenforellen.

Ende Oktober bemerkte der Fischereiverein See und Gaster das Fehlen von über 250 Regenbogenforellen.

20min/Alina Müller
Nun konnten die Ermittler Tatverdächtige identifizieren. Die Staatsanwaltschaft ist jetzt für den Fall zuständig.

Nun konnten die Ermittler Tatverdächtige identifizieren. Die Staatsanwaltschaft ist jetzt für den Fall zuständig.

20min/Alina Müller
Dies, nachdem der Wirt eines Fischrestaurants Christian Rudel, den Präsidenten des Fischereivereins, kontaktiert hatte.

Dies, nachdem der Wirt eines Fischrestaurants Christian Rudel, den Präsidenten des Fischereivereins, kontaktiert hatte.

20min/Alina Müller

Darum gehts

  • Ende Oktober wurden dem Fischereiverein See und Gaster über 250 Regenbogenforellen gestohlen.

  • Nun konnten die Ermittler Tatverdächtige identifizieren.

  • Dies, nachdem dem Wirt eines Fischrestaurants Regenbogenforellen zum Kauf angeboten wurden.

  • Sollten sich die Tatverdächtigen als schuldig erweisen, wird der Verein Klage auf Schadenersatz einreichen.

Als die Mitglieder des Fischereivereins See und Gaster Ende Oktober die Weiher der Fischzucht Widen in Benken SG abfischten, mussten sie das Fehlen von über 250 Regenbogenforellen feststellen. Ein technischer Defekt konnte ausgeschlossen werden – somit war klar, dass die Fische gestohlen worden waren.

Nun gelang es den zuständigen Ermittlern, Tatverdächtige zu identifizieren, wie die «Linth-Zeitung» berichtet. Dies, nachdem dem Wirt eines Fischrestaurants grosse Mengen an Regenbogenforellen von den Tatverdächtigen angeboten wurden. Diese begingen beim Verkauf nämlich zwei Fehler: Einerseits klebte Gras an den Fischen, andererseits gaben die Tatverdächtigen an, die Regenbogenforellen stammten aus dem Zürichsee. Wie dem Wirt bekannt ist, gibt es dort aber keine Regenbogenforellen.

Anzeige und mögliche Klage auf Schadenersatz

Der Wirt kontaktierte Christian Rudel im Anschluss an den Verkauf. «Ich fragte ihn, ob ich ihn als Zeugen bei der Polizei angeben kann, was er bejahte», sagt Rudel auf Anfrage von 20 Minuten. Daraufhin entschied sich der Verein, Strafanzeige zu erstatten. Zunächst hatte man auf eine Anzeige verzichtet, da nicht zu erwarten war, den Schaden von rund 3’500 Franken ersetzen zu können.

Mit der Identifikation von Tatverdächtigen hat sich dies geändert. Der Fall liegt jetzt in der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt. «Wir können bestätigen, dass es derzeit Tatverdächtige gibt. Um das Strafverfahren jedoch nicht zu gefährden, können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben machen», sagt Leo-Philippe Menzel, Medienbeauftragter der Staatsanwaltschaft gegenüber der «Linth-Zeitung». Daher ist bislang lediglich bekannt, dass eine Handynummer existierte, welche die Tatverdächtigen benutzt hatten, um dem Wirt ihr Verkaufsangebot zu unterbreiten.

Sollten sich die Tatverdächtigen als schuldig erweisen, wird der Verein Klage auf Schadenersatz stellen. «Wir hoffen jetzt, dass die Tatverdächtigen auch wirklich schuldig sind und überführt werden. Einerseits, um den entstandenen Schaden zu decken, und andererseits, um den Leuten zu zeigen, dass Fischdiebstahl ernst genommen wird und Konsequenzen nach sich zieht», sagt Rudel. Der Präsident des Fischereivereins See und Gaster zeigt sich zuversichtlich: «Dass der Fall nun bei der Staatsanwaltschaft liegt, ist ein Indiz dafür, dass die Tatverdächtigen schuldig sein könnten», so Rudel.

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