Tobias Willers: Nach Eigentor zum Gegner gewechselt
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Tobias WillersNach Eigentor zum Gegner gewechselt

Eine Personalie von RB Leipzig gibt zu reden. Der neu verpflichtete Tobias Willers spielte vor dem Aufstieg noch beim Playoff-Gegner Lotte.

von
heg

Am 2. Juni stand der Aufstieg von RB Leipzig in die dritte Bundesliga fest. Der vom Energydrink-Konzern gesponserte Klub setzte sich dank einem 2:2-Unentschieden nach Verlängerung im Playoff-Rückspiel gegen Lotte in extremis durch. Das Hinspiel hatte Leipzig, bei denen der Schweizer Fabio Coltorti zwischen den Pfosten steht, 2:0 gewonnen.

Tobias Willers spielte damals noch bei Lotte. Er traf im Rückspiel bereits nach 26 Minuten zum 1:0. Dennis Schmidt erhöhte in der 90. Minute auf 2:0. Der Rückstand aus dem Hinspiel war korrigert, die Verlängerung stand bevor. Nach sechs Minuten Overtime hatte Willers seinen zweiten Auftritt. Der 26-jährige lenkte einen Schuss ins eigene Tor ab. Lotte war wieder im Hintertreffen und Stefan Kutschke schoss Leipzig mit seinem Penaltytor in der 110. Minute definitiv in die 3. Liga.

Welche Rolle spielte Willers?

Willers' Eigentor in der Verlängerung hätte wohl kaum mehr zu reden gegeben, wenn der Spieler in der Sommerpause nicht den Verein gewechselt hätte. Leipzig verpflichtete den damaligen Unglücksraben mit einem Zweijahresvertrag und nun sieht die Sache anders aus. Wussten der Spieler und Leipzig beim entscheidenden Playoff-Rückspiel schon vom Transfer und traf Willers deshalb bewusst ins eigene Tor, damit er mit seinem neuen Klub in der 3. Liga spielen kann?

In mehreren Internetforen wird jedenfalls heftig darüber spekuliert, dass der Wunschspieler von Trainer Ralf Rangnick das Eigentor mit Blick auf seine sportliche Zukunft nicht unfreiwillig erzielt habe, schreibt die «Welt». Die Verschwörungstheoretiker könnten aber auch falsch liegen. Willers selbst legte mit seinem frühen Führungstor den Grundstein dazu, dass Lotte überhaupt in die Verlängerung kam.

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