Aktualisiert 21.05.2020 12:05

Basel

Nach Eklat in der Partymeile gibt es jetzt gute Noten von der Polizei

Genug Abstand und viele Aufpasser in Uniform: Am Mittwochabend feierte das Basler Partyvolk gesittet unter den strengen Blicken der Sittenwächter ins Auffahrtswochenende. Am Wochenende sah das noch anders aus.

von
Lukas Hausendorf
1 / 8
Die Steinenvorstadt am Mittwochabend. Der Auftakt ins Auffahrtswochenende verlief mit Abstand besser als noch das Wochenende zuvor.

Die Steinenvorstadt am Mittwochabend. Der Auftakt ins Auffahrtswochenende verlief mit Abstand besser als noch das Wochenende zuvor.

20m
Am Samstag zuvor hat es so ausgesehen an der Basler Partymeile. Vor den Bars drängten sich die Nachtschwärmer dicht an dicht.

Am Samstag zuvor hat es so ausgesehen an der Basler Partymeile. Vor den Bars drängten sich die Nachtschwärmer dicht an dicht.

Leser-Reporter
Das rief zunächst die Politik auf den Plan und nun auch die Polizei, die am Mittwoch zwar zurückhaltend, aber überall präsent war in der Steinenvorstadt.

Das rief zunächst die Politik auf den Plan und nun auch die Polizei, die am Mittwoch zwar zurückhaltend, aber überall präsent war in der Steinenvorstadt.

20m

Darum gehts

  • Am ersten Wochenende nach der Wiedereröffnung der Bars wurden in der Basler Steinenvorstadt in überfüllten Bars gefeiert.
  • Die Regierung hat den Lokalen am Mittwoch mit schmerzhaften Sanktionen gedroht. Am Abend kontrollierte ein grösseres Polizeiaufgebot die Corona-Disziplin der Nachtschwärmer.
  • Die Lage blieb diesmal unter Kontrolle. Die Polizei will an Brennpunkten ihre Präsenz aber weiter hoch halten.

Manche Nachtschwärmer stehen am Mittwochabend etwas verloren in der Basler Steinenvorstadt herum. Nach der Skandal-Nacht vom vergangenen Wochenende, wo sich das Partyvolk dicht an dicht drängte, wird jetzt plötzlich mit grösster Disziplin gefeiert. Der Zutritt zum Aussenbereich der Soho und Bücheli Bar wird von den Security-Angestellten der Lokale kontrolliert, während auf der anderen Strassenseite die Polizei steht und das Geschehen mit strengem Blick kontrolliert.

Trinken unter polizeilicher Beobachtung, da kommt kaum ausgelassene Stimmung auf. Nach dem Exzess vier Tage zuvor hat die Basler Regierung dem Partyvolk am Mittwoch den Tarif durchgegeben. Den Lokalen drohen harte Sanktionen, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Zapfenstreich um 22 Uhr und die komplette Schliessung des Aussenbereichs. Unterstrichen mit gut sichtbarer Polizeipräsenz verfehlte diese Ansage zum Auftakt des Auffahrtwochenendes ihre Wirkung nicht.

Polizei lobt Partyvolk

Die Basler Kantonspolizei zog am Donnerstag eine positive Bilanz. «Trotz hohem Publikumsverkehr», wie ihr Sprecher Martin Schütz erklärt. «Wo nötig fiel das eine oder andere ermahnende Wort – und das wurde in aller Regel gehört.» Drei Gastronomiebetrieben droht hingegen trotzdem eine Meldung ans Bau- und Gastgewerbeinspektorat. Sie hatten ihren Aussenbereich unerlaubt mit Musik beschallt. Zudem wurde eine unerlaubte Ansammlung von mehr als fünf Personen am St. Johanns-Ring aufgelöst und mit neun Ordnungsbussen sanktioniert.

Nach den guten Erfahrungen kündigt Schütz an, dass die Kantonspolizei ihre Präsenz «an den Brennpunkten weiterhin hoch halten wird».

Fehler gefunden?Jetzt melden.
30 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Martial2

21.05.2020, 15:54

Nicht nur in Basel herrscht Betrieb, jetzt sind die Seeufer, Parks voller Menschen, in den Berge sind die Beizen voll, seit Mittag sind praktisch überall die Parkplätze geschlossen. Der Mensch hat Nachholbedarf es ist Auffahrt dann Pfingsten. Ja so ist die 2. Welle vorprogrammiert!

Andreas Inderbitzin

21.05.2020, 15:46

Es ist bedenklich wenn staatliche Institutionen sich wie Eltern aufführen und gut Noten oder Tadel gegenüber Erwachsenen aussprechen. Das Coronaregime ist unnötig und illegal. Sofortige Aufhebung von diesem Schwachsinn.

Mimi7676

21.05.2020, 14:44

Traurig, dass es soweit kommen musste. Bin gespannt wie es dieses Wochenende verläuft.