Nach Eskalation im Schulzimmer - Lehrer muss gehen
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Nach Eskalation im Schulzimmer - Lehrer muss gehen

Der 35-jährige Lehrer, der in Bützberg am 21. November 2003 seine Schüler mit einem Messer bedroht hat, kehrt nicht an die Schule zurück.

Das Arbeitsverhältnis wurde auf Grund eines Vergleichs zwischen ihm und der Schulkommission aufgelöst.

Im Rahmen einer aussergerichtlichen Vereinbarung hätten sich der Lehrer und die Volksschulkommission (VSK) Thunstetten-Bützberg darauf geeinigt, das Anstellungsverhältnis per 31. Januar 2005 aufzulösen, teilte die VSK am Mittwoch mit.

Beide Parteien verzichteten gegenseitig auf weitere Forderungen. Der Lehrer werde nicht mehr an die Schule in Bützberg zurückkehren. Ab Sommer 2004 werde er voraussichtlich an einem Lehrerfortbildungsprojekt teilnehmen.

Der Lehrer sei im Moment krankgeschrieben und erhalte den vollen Lohn, sagte Schulkommissionspräsident Herbert Jenzer auf Anfrage. Die Vereinbarung schliesse die Abmachung mit ein, dass der Lehrer einen unbezahlten Urlaub antritt, sobald er arbeitsfähig ist.

Angesichts der Beschwerdemöglichkeiten bei einer Entlassung und einem möglichen langwierigen Rechtsstreit sei der Vergleich auch für die Gemeinde sinvoll, sagte Jenzer.

Lehrer muss vor den Richter

Wegen dem Vorfall in der Schulstube muss sich der Lehrer auf Grund der Anzeige eines Vaters voraussichtlich vor dem Strafeinzelgericht Aarwangen-Wangen verantworten.

Es geht um die Straftatbestände der Tätlichkeit, der eventuellen einfachen Körperverletzung, der Drohung und der Ehrverletzung, wie beim Gericht auf Anfrage zu erfahren war. Es kann eine Strafe von bis zu einem Jahr Gefängis ausfällen.

Der Lehrer hatte am 21. November vergangen Jahres eine Schülergruppe mit einem Sackmesser bedroht. Er habe dies getan, weil er «in Rage» war und sich an Leib und Leben bedroht gefühlt habe, nachdem ein Schüler ihn beschimpft, bedroht und geschlagen habe», hatte der Mann zu Protokoll gegeben.

(sda)

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