Nach Geiseldrama: Betreuung für traumatisierte Kinder

Aktualisiert

Nach Geiseldrama: Betreuung für traumatisierte Kinder

Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF, die WHO und das IKRK haben Hilfe für die durch das Geiseldrama in Beslan traumatisierten Kinder angeboten und lancierten einen Spendenappell.

Hunderte Kinder seien auf psychologische Hilfe angewiesen.

Manche Kinder in den Spitälern seien noch so mitgenommen von der erlebten Gewalt, dass sie nicht einmal ihren Namen sagen könnten, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). In einigen Fällen sei eine jahrelange psychologische Begleitung notwendig, sagte UNICEF-Sprecher Damien Personnaz.

Darum riefen die internationale Hilfsorganisationen in Genf am Dienstag zu Spenden in Höhe von rund 900 000 Franken auf. Damit sollen etwa 2000 Menschen über die nächsten zwölf Monate vor allem psychologisch betreut werden.

Am Mittwoch sollen von UNICEF Schweiz zwei weitere Lastwagentransporte mit medizinischen Hilfsgütern in Beslan eintreffen. Darunter Überwachungsmonitore, Verbandsmaterial, Nadeln, Katheter, Skalpelle, Infusionsbeutel, Spritzen, anibakterielle Seifen, Bettwäsche und Decken.

Zudem hat die Schweizer Sektion der internationalen Hilfsorganisation 100 000 Franken als Soforthilfe zur Verfügung gestellt, wie die Organisation in einem Communiqué mitteilte.

Bei der am Freitag mit Gewalt beendeten Geiselnahme wurden nach offiziellen Angaben mindestens 335 Menschen getötet, die Hälfte von ihnen Kinder. Nach Angaben der UNO werden noch 330 Kinder in Spitälern behandelt. Der Zustand von 55 Kindern sei kritisch.

(sda)

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