Aktualisiert

Hurrikan-SaisonNach «Irene» kommt «Katia»

Drei Tage nach Wirbelsturm «Irene» erhöht sich die Zahl der Toten auf 46. Im Nordosten kämpfen die Menschen weiter mit Überschwemmungen. Über dem Atlantik braut sich schon ein neuer Hurrikan zusammen.

Nach dem Abzug des Hurrikans «Irene» ist die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 46 gestiegen. Im Nordosten der USA kämpfte die Bevölkerung am Dienstag weiter mit Überschwemmungen und Stromausfällen. Erst nachdem der regenreiche Sturm bereits abgezogen war, trat das Wasser vieler Flüsse in Neuengland über die Ufer. Im Staat Vermont kam es nach Angaben des dortigen Gouverneurs Peter Shumlin zu den schwersten Überschwemmungen seit einem Jahrhundert. Auch im Staat New York kam es zu Überschwemmungen.

Unterdessen waren die öffentlichen Verkehrsmittel in New York City am Dienstag wieder fast vollständig in Betrieb, nachdem der Sturm entgegen vorherigen Vorhersagen die Metropole weniger hart traf. Teile Long Islands mussten wegen überschwemmter Trassen jedoch weiter auf Zuganbindungen verzichten.

40 Tote in elf Staaten

Die meisten Opfer von «Irene» wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen oder von herabfallenden Starkstromleitungen tödlich getroffen. Aus elf US-Staaten an der Ostküste wurden 40 Tote gemeldet. Zuvor hatte der Tropensturm in der Dominikanischen Republik und in Haiti mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. In Puerto Rico wurde eine Frau getötet.

«Irene» führte vielerorts zu schweren Überschwemmungen, richtete aber weitaus geringere Schäden an als zunächst befürchtet. Nach vorläufigen Schätzungen liegen die Schäden bislang bei sieben bis zehn Milliarden Dollar (4,8 bis 6,9 Milliarden Euro).

Der Sturm zog mit starken Winden von bis zu 90 Kilometern in der Stunde weiter nach Kanada. In der Provinz Quebec waren 165 000 Haushalte ohne Strom.

Neuer Sturm braut sich zusammen

Über dem Atlantischen Ozean braute sich unterdessen möglicherweise ein weiterer Hurrikan zusammen. Die Schlechtwetterfront südlich der Kapverdischen Inseln wird sich Prognosen zufolge zum Tropensturm «Katia» entwickeln. Bis Donnerstag könne er Hurrikanstärke erreichen, teilte das US-Hurrikanzentrum in Miami am Montag mit. Noch sei es jedoch zu früh, vorherzusagen, ob «Katia» die USA treffen werde, sagte Behördensprecher Dennis Feltgen. (dapd)

Deine Meinung