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Alex Frei«Nach Luxemburg mit zwei Beinen in Südafrika»

Der Schweizer Nati-Rekordtorschütze Alex Frei will am Samstag das WM-Ticket definitiv buchen. Er ist der Überzeugung, dass dies nach dem Luxemburg-Spiel der Fall sein wird. Jedenfalls, wenn es nach seiner Rechnung geht.

von
Herbie Egli
Rapperswil-Jona

Geschrieben und vorgerechnet wurde es schon oft. Wenn die Schweiz am Samstag in der WM-Qualifikation Luxemburg schlägt und das Spiel der Verfolger zwischen Griechenland und Lettland unentschieden ausgeht, können die Eidgenossen die Reise an die WM 2010 in Südafrika definitiv buchen. Es ist zwar noch nicht so weit, aber der Schweizer Natikapitän und Rekordtorschütze Alex Frei ist sich sicher, dass am Wochenende genau dieses Szenario eintrifft.

«In Luxemburg darf man keine Punkte liegen lassen»

Was Alex Frei so optimistisch stimmt, konnte man dem Basler nicht entlocken. Er und seine Teamkollegen werden aber sicher alles daran setzen, um die Blamage vor einem Jahr gegen Luxemburg definitiv vergessen zu lassen. «Jeder weiss, um was es geht und ist sich bewusst, dass wir vor einem Jahr vielleicht die grösste Schmach im Schweizer Fussball erlebt haben. Das will jeder wieder gutmachen und Revanche dafür nehmen», so Alex Frei. Ganz ehrlich gesagt, hätte ein Team wie die Schweiz an der WM in Südafrika auch nichts verloren, wenn es in einer Qualifikation zweimal an Luxemburg scheitern würde. Aber selbst die negativsten Pessimisten sind sich dieses Mal einig, dass so etwas nicht ein weiteres Mal vorkommt.

Genau so sehen es auch Natitrainer Ottmar Hitzfeld und seine Spieler. Alex Frei bläst deshalb ins gleiche Horn und meint: «Man soll den Gegner respektieren und vor ihm Achtung haben. Auch vor Luxemburg. Wenn man sich aber für Südafrika qualifizieren will, dann darf man in Luxemburg keine Punkte liegen lassen.» Natitrainer Ottmar Hitzfeld konnte der 0:1-Blamage vor einem Jahr sogar Gutes abgewinnen und sah die Niederlage als «Schuss vor den Bug zum richtigen Zeitpunkt».

«Mit zwei Beinen in Südafrika»

Natürlich muss der Match gegen Luxemburg zuerst gespielt werden und es wird - wie schon gegen Lettland - kein schönes Spiel geben. Denn die Luxemburger werden ein Abwehrbollwerk aufstellen, dass die Schweizer zuerst knacken müssen. Anhand der Ausgangslage in der Schweizer Gruppe sieht Alex Frei diesem aber positiv entgegen: «Die Vorfreude auf Südafrika ist da. Wenn man zwei Spiele vor Ende der Qualifikation mit drei Punkten vorne liegt, dann sieht man das Ende, auch wenn noch zwei schwere Spiele vor uns liegen.»

Offenbar rechnet Alex Frei aber nur noch mit einem schweren Spiel. Dem gegen Luxemburg. Denn der 30-Jährige glaubt, dass die Schweiz am Samstagabend mit mehr als einem Bein in Südafrika steht: «Nach meiner Rechnung sind wir mit zwei Beinen in Südafrika. Aber ich weiss nicht, ob ich recht habe», sagt Frei mit einem Lächeln. Er geht also von einem Schweizer Sieg in Luxemburg und einem Unentschieden zwischen Griechenland und Lettland aus. Behält Alex Frei recht, wird ihm diese Aussage sicher niemand übel nehmen.

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