Mein Horrordate - «Nach meinem Date habe ich eine Tetanus-Spritze gebraucht»
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Mein Horrordate«Nach meinem Date habe ich eine Tetanus-Spritze gebraucht»

Michael* (27) hat sich von Jeaninne* (29) zu ihr nach Hause einladen lassen. Mit ihren vielen flauschigen Mitbewohnern hat er aber nicht gerechnet.

von
Meret Steiger
Jeaninne* (29) hat Michael* (27) zu sich nach Hause eingeladen. Mit beim Date: Acht Katzen.

Jeaninne* (29) hat Michael* (27) zu sich nach Hause eingeladen. Mit beim Date: Acht Katzen.

Anna Deér

Darum gehts

  • Michael (27) hat Jeaninne (29) bei der Arbeit kennengelernt.

  • Die beiden haben sich privat unterhalten und schliesslich zum gemeinsamen Kochen bei Jeaninne Zuhause verabredet.

  • Vor Ort erwartete Michael aber nicht nur Jeaninne, sondern auch ihre acht Katzen.

  • Nach einem Zwischenfall mit einer der Katzen muss Michael das Date abbrechen – und ins Spital.

«Ich habe Jeaninne bei der Arbeit kennengelernt, als sie neu bei meinem Arbeitgeber angefangen hat. Wir haben uns in den virtuellen Meetings immer super verstanden und irgendwann angefangen, uns privat zu unterhalten. Weil man sich ja aktuell nicht in einer Bar oder einem Restaurant treffen kann, habe ich mich mega gefreut, als Jeaninne mich zu sich nach Hause eingeladen hat.

Der Plan war, dass wir gemeinsam kochen und dann gemütlich einen Film schauen und einfach reden – wie man sich halt so kennenlernt. An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich Katzen echt gerne mag. Und ich wusste auch, dass Jeaninne Katzen mag. Ich hatte nur keine Ahnung, wie sehr!

«Es roch nach einer Mischung aus Nassfutter und Katzenstreu»

Ich habe bei Jeaninne geklingelt und war, als sie die Tür geöffnet hat, schon ein bisschen überrascht: Die hübsche junge Frau, die in den Meetings immer so adrett gekleidet war, steht einfach im Schlabber-Look vor mir. Versteht mich nicht falsch, mir ist schon klar, dass man sich für Arbeitsmeetings vielleicht hübscher anzieht, aber für ein Date doch auch?

Beim Betreten der Wohnung bin ich schon fast über die erste Katze gestolpert. Und so sehr ich Katzen mag, das war mir zu viel: Auf den ersten Blick habe ich mindestens vier Katzen gesehen, alles war voller Katzenhaare und es roch nach einer Mischung aus Futter und Katzenstreu. Ew. Aber ich wollte Jeaninne trotzdem eine Chance geben.

«Eines der Viecher hat mich gebissen!»

Jeaninne hat mir einen Wein eingeschenkt (Gott sei dank!) und wir sind in die Küche. Sie meinte dann, dass sie schon mal mit Kochen anfangen will – ob ich nicht vielleicht ihre flauschigen Kinder (ihre Worte, nicht meine) füttern könne. Ich habe mir da noch nicht viel dabei gedacht, aber ich hatte ja auch noch nie mehr als eine Katze.

Kaum habe ich den ersten Behälter mit Futter geöffnet, sind acht, ACHT Katzen in die Küche gestürmt, als hätten sie noch nie etwas zu essen bekommen. Es war furchteinflössend. Ich habe versucht die Katzen ein bisschen zur Seite zu schieben, um an die Futternäpfe zu kommen und dabei hat mich eins der Viecher auch noch gebissen.

«Statt auf dem Sofa endete der Abend im Spital»

Und wir sprechen hier nicht von einem kleinen Kratzer, das Tier hat seine Zähne richtig tief in meiner Hand vergraben. Ich hätte am liebsten ein paar Tränen vergossen, aber irgendwie wollte ich vor Jeaninne immer noch den harten Kerl spielen. Jedenfalls so lange, bis mir eingefallen ist, dass man von solchen Bissen Wundstarrkrampf bekommen kann.

Meine Tetanus-Impfung war schon lange abgelaufen und ich wollte nicht nur endlich aus der Wohnung raus, sondern auch lieber nicht an einer Blutvergiftung sterben, also habe ich mich von Jeaninne verabschiedet und bin ins Spital gefahren, für die Tetanus-Spritze. Ich habe immer noch zwei kleine Narben von den Reisszähnen dieses Mini-Raubtiers. Jeaninne war das Ganze wohl auch ziemlich unangenehm, wir haben uns danach jedenfalls nicht mehr privat unterhalten.»

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