Himalaya: Nach missglückter Suchaktion – berühmte Alpinistin (49) tot geborgen

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HimalayaNach missglückter Suchaktion – berühmte Alpinistin (49) tot geborgen

Nach der Besteigung des Manaslu stürzte die 49-Jährige beim Abstieg in eine Gletscherspalte und galt als vermisst. Nun haben Suchtrupps die Leiche von Nelson geborgen.

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Die US-Skibergsteigerin Hilaree Nelson ist im Himalaya gestorben.

Die US-Skibergsteigerin Hilaree Nelson ist im Himalaya gestorben.

imago/Aurora Photos
Nachdem sie zunächst als vermisst galt, haben Suchtrupps am Mittwoch ihre Leiche geborgen.

Nachdem sie zunächst als vermisst galt, haben Suchtrupps am Mittwoch ihre Leiche geborgen.

AFP
Sie hat über 20 Jahre Erfahrung im Hochgebirge und hatte sich gut auf ihr jüngstes Abenteuer vorbereitet.

Sie hat über 20 Jahre Erfahrung im Hochgebirge und hatte sich gut auf ihr jüngstes Abenteuer vorbereitet.

Instagram/ Hilaree Nelson

Darum gehts

Die bekannte US-Skibergsteigerin Hilaree Nelson ist im Himalaya tödlich verunglückt, nachdem sie zunächst als vermisst galt. Nach zweitägiger Suche sei die Leiche der 49-Jährigen auf dem Berg Manaslu gefunden worden, sagte Tour-Organisator Jiban Ghimire vom Anbieter Shangri-La Nepal Trek am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Nelsons Leiche sei ins Basislager gebracht worden und werde von dort zunächst in Nepals Hauptstadt Kathmandu geflogen.

Partner leitete Suchaktion

Nelson hatte nach einer erfolgreichen Besteigung des Manaslu am Montag bei der Abfahrt einen Unfall. Am Tag des Unglücks hatten wegen schlechter Wetterbedingungen keine Hubschrauber starten können, um nach Nelson zu suchen. Geleitet wurde die Suchaktion von Nelsons Partner Jim Morrison, der mit ihr den 8163 Meter hohen Manaslu bestiegen hatte.

Die US-Amerikanerin war seit zwei Jahrzehnten als Skibergsteigerin erfolgreich. 2012 bezwang sie als erste Frau in nur 24 Stunden Abstand die Gipfel des Mount Everest und des benachbarten Lhotse. Sechs Jahre später machte sie als erster Mensch eine Abfahrt vom Lhotse auf Skiern. Dafür wurde sie von der Zeitschrift «National Geographic» zur Abenteurerin des Jahres gekürt.

Vergangene Woche hatte Nelson im Onlinedienst Instagram über ihre jüngste Himalaya-Expedition berichtet und erklärt, der Aufstieg sei wegen «unaufhörlichen Regens» extrem schwierig. «Ich fühlte mich nicht so sicher auf dem Manaslu wie es bei anderen Abenteuern in der dünnen Luft des Himalaya der Fall war», schrieb sie. «Diese letzten Wochen haben meine Widerstandsfähigkeit auf ganz neue Weise auf die Probe gestellt.»

Zweites Todesopfer der Herbstsaison

Nelson ist das zweite Todesopfer der aktuellen Herbst-Bergsteigersaison in Nepal. Am Tag ihres Unfalls war bei einem Lawinenabgang zwischen den Lagern 3 und 4 des Manaslu ein nepalesischer Bergsteiger ums Leben gekommen, rund zwölf weitere Menschen wurden nach Angaben des Tourismusministeriums verletzt.

In Nepal befinden sich acht der 14 höchsten Gipfel der Welt. Sie locken zahlreiche Bergsteiger aus aller Welt an. Wegen der Corona-Pandemie war das Bergsteigen im Himalaya 2020 praktisch zum Erliegen gekommen. Vergangenes Jahr wurden die Basislager auf den Bergen aber wieder geöffnet.

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(AFP/bho)

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