Stellungnahme der Royals: Nach Mobbing-Skandal verlässt Prinz Christian von Dänemark Elite-Internat

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Stellungnahme der RoyalsNach Mobbing-Skandal verlässt Prinz Christian von Dänemark Elite-Internat

Seit 1565 gilt Herlufsholm als eine der Top-Privatschulen Dänemarks. Nachdem kürzlich Fälle von körperlicher Gewalt enthüllt wurden, zieht die Königsfamilie nun Konsequenzen.

von
Katrin Ofner
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Prinz Christian von Dänemark (16) verlässt das Elite-Internat Herlufsholm per sofort.

Prinz Christian von Dänemark (16) verlässt das Elite-Internat Herlufsholm per sofort.

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Und auch seine Schwester, Prinzessin Isabella (15), wird nicht am Ende der Sommerferien auf die Privatschule wechseln.

Und auch seine Schwester, Prinzessin Isabella (15), wird nicht am Ende der Sommerferien auf die Privatschule wechseln.

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Das teilten ihre Eltern, Kronprinz Frederik (54) und Kronprinzessin Mary (50), nun in einem Statement mit. 

Das teilten ihre Eltern, Kronprinz Frederik (54) und Kronprinzessin Mary (50), nun in einem Statement mit. 

Instagram/detdanskekongehus, Hasse Nielsen

Darum gehts

  • Anfang Mai löste eine Enthüllungsdokumentation des Senders TV2 einen Skandal in Dänemark aus. 

  • Darin schilderten 50 ehemalige Schülerinnen und Schüler des Nobelinternats Herlufsholm Szenen von Mobbing, Gewalt und sexueller Misshandlung. 

  • Auf die renommierte Privatschule geht seit 2021 auch Prinz Christian von Dänemark. Doch damit ist Schluss.

  • Wie Kronprinz Frederik (54) und Kronprinzessin Mary (50) nun in einem Statement mitteilten, werde der 16-Jährige nicht mehr in Herlufsholm bleiben.

  • «Auch Prinzessin Isabella wird nach den Sommerferien nicht in die neunte Klasse dieser Schule gehen», ist in der Mitteilung zu lesen.

Prinz Christian von Dänemark wird nicht länger das Elite-Internat Herlufsholm besuchen. Auch der Wechsel seiner Schwester, Prinzessin Isabella (15), am Ende der Sommerferien werde nicht stattfinden. Das teilten ihre Eltern, Kronprinz Frederik (54) und Kronprinzessin Mary (50), jetzt in einem Statement auf Instagram mit. «In Anbetracht des Gesamtbildes und unserer besonderen Stellung als Kronprinz und Kronprinzessin haben wir beschlossen, dass Prinz Christian nicht in Herlufsholm bleiben und dass auch Prinzessin Isabella nach den Sommerferien nicht in die neunte Klasse dieser Schule gehen wird», heisst es.

Es sei ein schwieriger Prozess «für unsere Familie» gewesen. «Wir hoffen, dass die Schule sich nun die Zeit nimmt, um die notwendigen Veränderungen vorzunehmen und eine Kultur zu schaffen, in der sich alle wohl und sicher fühlen können.» Im Laufe des Sommers wolle das Kronprinzenpaar zusammen mit ihren Kindern «eine Entscheidung über ihre zukünftige Schulwahl treffen», schreiben die Royals abschliessend.

Mitschüler verhaftet, Rektor gekündigt

Der Grund hinter dem Schulwechsel: schockierende Missstände in dem über 400 Jahre alten Internat. Anfang Mai 2022 deckte die Dokumentation «Herlufsholms Hemmeligheder» (zu deutsch: «Herlufsholms Geheimnisse») des dänischen Senders TV2 Mobbing, Gewalt und sexuelle Misshandlungen innerhalb der Schule in der Nähe der Stadt Næstved auf. Darin sprachen 50 ehemalige Schülerinnen und Schüler über ihre Erlebnisse. Kurz nach der Ausstrahlung überschlugen sich die Ereignisse: Der Rektor Mikkel Kjellberg musste seinen Posten räumen, die Polizei wurde eingeschaltet und erst kürzlich trat der gesamte Vorstand zurück. Zudem wurden umfassende Reformen angekündigt. 

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von (Cyber-)Mobbing betroffen? 

Hier findest du Hilfe:

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Fachstelle Mobbing (kostenpflichtig)

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Hilfe bei Mobbing, Fachstelle für Schulen und Eltern (kostenpflichtig)

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Nach der Veröffentlichung der Doku liess das Kronprinzenpaar in einer öffentlichen Mitteilung verlauten: «Wir werden die Veränderungen, die in der nächsten Zeit eindeutig notwendig sind, überwachen.» Dass sie ihren 16-jährigen Sohn, der seit 2021 das Internat besucht, allerdings nicht gleich von der Schule nahmen, sorgte in Dänemark für heftige Kritik. Vor allem von der Kronprinzessin, die sich mit ihrer Wohltätigkeitsorganisation Mary Fonden gegen Mobbing einsetzt, wurde von der Bevölkerung mehr erwartet. 

Hätte die dänischen Royals ihren Sohn früher aus dem Internat nehmen sollen?

Untersuchungen dauern bis Oktober an 

In ihrem am Sonntag veröffentlichten Statement heisst es zu ihrem Abwarten, ihnen sei es wichtig gewesen, «an unserem Grundgedanken festzuhalten, dass wichtige Entscheidungen auf informierter Basis getroffen werden müssen. Diese Basis haben wir jetzt.»

Die Untersuchungen in Herlufsholm laufen derzeit weiter. Am 8. Juni 2022 teilte das Internat auf seiner offiziellen Webseite mit, dass ein Anwalt für die Untersuchungen gefunden wurde: «Die dänische Anwaltskammer hat Rechtsanwalt Henrik Græsdal mit einer Untersuchung der Übergriffe auf Schüler des Internats Herlufsholm von August 2018 bis Mai 2022 beauftragt.» Die Untersuchung werde voraussichtlich am 1. Oktober 2022 abgeschlossen sein, eine Zusammenfassung der Ergebnisse solle in Form eines Berichts erfolgen.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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