Aktualisiert 28.03.2011 19:28

People's Viennaline

Nach neun Monaten in der Luft

People's Viennaline hat den Jungfernflug gemeistert. Nun droht weiterer Knatsch.

von
Marlene Kovacs
Gestern startete People's Viennaline zum Jungfernflug nach Wien. Im Bild die Piloten des Jungfernfluges, Markus Raich und David Radinger.

Gestern startete People's Viennaline zum Jungfernflug nach Wien. Im Bild die Piloten des Jungfernfluges, Markus Raich und David Radinger.

Mit 65 Passagieren, die sich aus Politikern und Presseleuten, aber auch aus zahlenden Gästen zusammensetzten, ist die Embraer 170 gestern pünktlich von Altenrhein Richtung Wien gestartet. Künftig soll die People's Viennaline dreimal täglich die Strecke Altenrhein–Wien bedienen. «Unser Baby ist in der Luft», freute sich Armin Unternährer, CEO des Flughafens und der neuen Airline während des Jungfernfluges. In nur neun Monaten hätten sie es geschafft, die neue Airline auf die Beine zu stellen. Auch Eigentümer Markus Kopf zeigte sich stolz: «Jetzt kann niemand mehr darauf spekulieren, dass wir nicht fliegen.» Gleichzeitig rührte er auch ordentlich die Werbetrommel. «Wer bis Ende April einen Flug bei uns bucht, bekommt einen zweiten gratis», so Kopf. Und die Passagiere würden alle Tickets um 20 Prozent günstiger bekommen als bei der Konkurrentin Austrian Airlines (AUA). Angesprochen auf den Knatsch mit der AUA, die den Flughafen seit Jahren bedient, sagte Kopf: «Wir würden uns freuen, wenn sie schon vor dem Vertragsende den Flughafen verlassen würde.» Für AUA-Pressesprecher Michael Braun ist dies sehr unwahrscheinlich: «Wir halten an der Strecke fest.» Einen Dämpfer hat die AUA vom St. Galler Handelsgericht erhalten. Gestern wurde bekannt, dass dieses eine superprovisorische Verfügung gegen die neue Airline abgelehnt hat. AUA hatte unlauteren Wettbewerb am Flughafen Altenrhein geltend gemacht. «Das Verfahren läuft aber weiter», so AUA-Sprecher Braun.

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