Nach nur vier Monaten: Pacha steht vor dem Aus
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Nach nur vier Monaten: Pacha steht vor dem Aus

Pleitegeier über dem Pacha: Auf den Club laufen Betreibungen über mehr als 221 000 Franken. Dem Personal wurde auf Ende März gekündigt.

Ein Stück Ibiza-Nightlife gibts seit Ende Oktober in Winterthur zu erleben: Den Pacha-Club. Doch wie lange noch? Wie Recherchen von 20 Minuten ergaben, droht dem Club bereits nach vier Monaten der Schnauf auszugehen. Grund: Betreibungen von mehreren hunderttausend Franken, die laut Insidern noch auf Millionenhöhe ansteigen werden. Die offenen Rechnungen stammen grösstenteils vom Umbau des ehemaligen Scarlett zum Pacha.

«Wir haben finanzielle Probleme weil das Baubudget überschritten wurde und die erwarteten Besucher ausbleiben», gibt Pacha-Inhaber Roger Diener zu. Falls nicht ein Investor gefunden wird, müssen wohl diverse Winterthurer Handwerksbetriebe viel Geld abschreiben. Doch Diener wiegelt ab: «Das Pacha geht nicht konkurs. Ich bin seit Wochen auf der Suche nach neuen Kapitalgebern.» Der Clubbetrieb werde normal weitergeführt. Trotzdem hat Mr. Pacha seinen 40 Angestellten auf Ende März gekündigt. «Wir brauchen ab April weniger Mitarbeiter, da wir den Club Fremdveranstaltern vermieten wollen», begründet Diener die Entlassungen.

Er prüft bereits die Möglichkeit, eine Auffangesellschaft ins Leben zu rufen. Es wäre die einfachste Lösung. Denn Diener ist mit seiner Firma Predima Mieter der Pacha-Liegenschaft Archstrasse 8. Untermieter der Räumlichkeiten ist Dieners Firma Pacha-Entertainment GmbH. Falls diese Konkurs anmelden müsste, könnten die Vermögenswerte vorher auf eine neue Betreibergesellschaft überschrieben werden.

Ralph Hennecke

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