Nach Polizeiaktion: Kaum Verfahren gegen FCB-Fans
Aktualisiert

Nach Polizeiaktion: Kaum Verfahren gegen FCB-Fans

Ein Jahr nach der Verhaftung von 427 FCB-Fans in Zürich zeigt sich: Gegen die meisten kann kein Strafverfahren eröffnet werden. Nun fordern die Fans Genugtuung.

Laut der Staatsanwaltschaft Zürich und der Rechtsanwältin Manuela Schiller wird gegen 314 erwachsene und 96 jugendliche FCB-Fans kein Strafverfahren eröffnet. In 15 weiteren Fällen ist noch unklar, ob es zu einem Verfahren kommen wird. «Damit steht fest, dass die ganze Aktion ein Schlag ins Wasser war», sagt Schiller, die 214 betroffene FCB-Fans vertritt. Anders sieht das der Zürcher Polizeisprecher Marco Cortesi: «Die Aktion war richtig und verhältnismässig. Es gab seither keine Sachbeschädigungen mehr.»

Diese Aussage kann FCB-Fan Stefan Albrecht (17) nicht nachvollziehen. Wie viele andere will er nun für Schadenersatz und Genugtuung kämpfen. «Ausserdem erwarte ich, dass meine Personendaten gelöscht werden», fordert Albrecht, «denn ich habe nichts getan.» Ein entsprechender Antrag liegt seit einem halben Jahr beim Zürcher Stadtrat.

Sabine Knosala

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