Extremsportler: Nach RAAM-Niederlage: Schoch am Scheideweg
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ExtremsportlerNach RAAM-Niederlage: Schoch am Scheideweg

Der Ausserrhoder Extremsportler Reto Schoch ist zurück aus den USA – dass er den Renn-Rekord verfehlt hat, nagt am Velofahrer.

von
eli
Reto Schoch während des Rennens in Kansas. (Bild: zvg)

Reto Schoch während des Rennens in Kansas. (Bild: zvg)

Der Ausserrhoder Reto Schoch (35) ist wieder im heimischen Gais. Vergangenen Donnerstag beendete er das Race Across America auf dem 3. Rang – das härteste Velorennen der Welt: Quer durch die USA werden 4800 Kilometer fast ohne Pause überwunden. Schoch ist gezeichnet: «Ich bin müde, schlafe und esse viel. Ich habe sechs Kilo Gewicht verloren.» Zudem spüre er sieben Zehen nicht mehr: Die Nerven sind durch die permanente Belastung gefühlslos. «Das erholt sich. Grundsätzlich bin ich körperlich gut beieinander», so Schoch, der gestern medizinische Checks absolvierte.

Abschied vom Rennsport?

Schwer wiegt dafür die Enttäuschung: Er hat sein Ziel, nach seinem Sieg 2012 dieses Jahr als erster Mensch das Rennen in unter acht Tagen zu absolvieren, verfehlt. Stattdessen holte der Österreicher Christoph Strasser den Rekord. Als dies während des Rennens besiegelt war, stand Schoch gar kurz vor dem Abbruch. «Es ist eine schmerzhafte Niederlage. Ich brauche Zeit, um sie zu verarbeiten.»

Unterstützt wird Schoch von Beratern, Familie und Freundin. Momentan ist seine Zukunft offen: Ob er weiter professionell Rennen fährt, weiss er nicht. «Ich könnte mir auch vorstellen, stattdessen wieder im Bereich der Biotechnologie zu arbeiten», so der doktorierte Naturwissenschafter. «Auf jeden Fall brauche ich nun neue Ziele.»

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