Nach Samen-Website jetzt auch Eizellen aus dem Internet
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Nach Samen-Website jetzt auch Eizellen aus dem Internet

Der Gründer des britischen Sperma-Versands www.ManNotIncluded.com, John Gonzalez, nahm am Montag die neue Website www.WomanNotIncluded.com in Betrieb.

Während sich sein erstes Angebot an Frauen richtet, die sich ein Kind wünschen, aber keinen männlichen Partner haben, wendet sich die zweite Site an unfruchtbare Frauen, die sich eine fremde Eizelle einpflanzen lassen möchten.

«Wir glauben, dass wir der erste umfassende Online-Lieferant von Eizellen sind», sagte Gonzalez. Die Einschreibung koste gut 200 Euro (315 Franken), jede Eizelle 900 bis 1800 Euro.

In Grossbritannien ist es verboten, Eizellen-Spendern mehr als ihre Kosten zu erstatten, doch die Website richtet sich an ein globales Publikum. Spender aus dem Ausland könnten demnach durchaus hohe Honorare bekommen.

Bisher haben sich 40 Eizellen-Spenderinnen gefunden, die potenzielle Kundinnen über ihr Aussehen, ihre Gesundheit und zum Teil auch über ihre akademischen Leistungen informieren.

Die Samen-Site hat laut Gonzalez bisher zur Geburt von sechs Online-Babys geführt. Mittlerweile seien 9000 Spender registriert. Gonzalez' Geschäfte sind von christlichen Organisationen, aber auch von Ärzten scharf kritisiert worden. Er verteidigt sich damit, dass er nur möglichst vielen Frauen zu ihrem Wunschkind verhelfen wolle.

(sda)

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