FC Arbon gegen FC Romanshorn – Nach Schlägerei auf Fussballplatz wird gegen vier Spieler ermittelt
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FC Arbon gegen FC RomanshornNach Schlägerei auf Fussballplatz wird gegen vier Spieler ermittelt

Während eines Spiels des FC Romanshorn gegen den FC Arbon gerieten diesen Sommer A-Junioren aneinander. Dabei wurde auch ein Spieler verletzt. Vermutlich folgen auch rechtliche Konsequenzen.

von
Shila Ochsner
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Symbolische Geste zur Versöhnung: Spieler des FC Romanshorn und des FC Arbon tauschen ihre Trikots.

Symbolische Geste zur Versöhnung: Spieler des FC Romanshorn und des FC Arbon tauschen ihre Trikots.

Lukas Auer, FC Arbon 05
Auf der Sportanlage des FC Romanshorn ist es zu einer Auseinandersetzung nach Abpfiff des Spiels gekommen. 

Auf der Sportanlage des FC Romanshorn ist es zu einer Auseinandersetzung nach Abpfiff des Spiels gekommen.

Google Maps

Darum gehts

  • Die Fussballvereine FC Romanshorn und FC Arbon gerieten nach einem Match aneinander.

  • Dabei erlitt ein Spieler einen doppelten Kieferbruch und musste ins Spital gebracht werden.

  • Neben Sperrungen einzelner Spieler folgen nun auch rechtliche Konsequenzen.

  • Die beiden Vereine vertragen sich mittlerweile wieder.

Bei einem Fussballspiel des FC Romanshorn gegen den FC Arbon am 21. Juni kam es auf der Sportanlage Weitenzelg in Romanshorn TG zu einem Handgemenge. «Es war von Beginn an ein hitziger Match mit vielen gegenseitigen Provokationen», sagte damals ein News-Scout. Nach dem Abpfiff kam es bei den Handshakes zu einer Auseinandersetzung, die sich zu einer Schlägerei ausweitete. Dabei blieb ein Spieler des FC Romanshorn bewusstlos liegen und musste ins Spital gebracht werden. Er erlitt einen doppelten Kieferbruch. 

Ein Zuschauer filmte den Schluss der Auseinandersetzung.

News-Scout

Strafen für Spieler

Der Ostschweizer Fussballverband (OFV) untersuchte den Vorfall und kam zum Schluss, einzelne Spieler sperren zu lassen. So musste der FC Romanshorn auf fünf Spieler verzichten, zeitweise drohten der Mannschaft sogar sechs Punkte Abzug. Gegen diesen Abzug erhob der Verein jedoch Einsprache – mit Erfolg. «Die Mannschaftssituation war nicht einfach, gerade weil sogar der Captain eine Sperre kassierte», sagt Angelo Dell'Aquila, Vereinspräsident des FC Romanshorn gegenüber dem «St. Galler Tagblatt».

Auch der FC Arbon musste auf einzelne Spieler und sogar den Trainer verzichten. «Wir haben bei allen Spielern bis auf einen Einsprache gegen die Sperrung erhoben», sagt Lukas Auer, Präsident des FC Arbon.

Strafuntersuchung wegen Raufhandels

Auf den Vorfall des 21. Junis sollen nun auch rechtliche Konsequenzen folgen. Die Kantonspolizei Thurgau stellte Ermittlungen an und übergab den Fall an die Staatsanwaltschaft. Auf Anfrage des «St. Galler Tagblatts» sagt die Thurgauer Staatsanwaltschaft: «Derzeit führt die Staatsanwaltschaft Bischofszell gegen vier Personen Strafuntersuchungen wegen Raufhandels», sagt deren Mediensprecher Marco Breu. «Der Strafrahmen dafür liegt bei Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren», fügt Breu hinzu. Bis zu einem definitiven Urteil gilt jedoch die Unschuldsvermutung.

Ende gut – alles gut?

Der Präsident des FC Romanshorn macht sich aber keine Sorgen: «Von unseren Spielern hat keiner eine Anzeige bekommen.» Auch habe sich die Situation mit dem FC Arbon beruhigt. Die beiden Vereine bestritten auch schon wieder Spiele gegeneinander, die friedlich verliefen.

Der verletzte Spieler hat sich mittlerweile erholt und keine Folgeschäden davongetragen, auch sei er wieder in den Trainings und konnte schon an einem Spiel teilnehmen. Der FC Romanshorn konnte sich trotz allem auf den ersten Platz der Tabelle kämpfen. Die Arboner thronen auf dem dritten Platz. Die Präsidenten der Vereine sind zufrieden.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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