Mick Schumacher: Jetzt spricht Haas-Boss Günther Steiner

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NeuausrichtungNach Schumacher-Aus in der Formel 1 – jetzt spricht Haas-Teamchef Steiner

Günther Steiner sagt, der Haas-Teamstall habe sich nicht gegen Mick Schumacher, sondern für Nico Hülkenberg entschieden. Die Kündigung empfand der Italiener keineswegs als Genugtuung.

Schumacher crasht in Monaco. 

SRF

Darum gehts

Mick Schumachers Aus bei Haas wurde am Donnerstag offiziell verkündet. Noch am selben Tag nahm Rennstallchef Günther Steiner Stellung. Der 57-Jährige sagt im Interview mit Sport1.de, dass er kein schlechtes Gewissen habe, dass er sich vom Sohn der Formel-1-Legende Michael Schumacher getrennt hat. 

«Ich habe eine Entscheidung für mein Team getroffen. Sich mit einem jungen Menschen hinzusetzen und ihm zu sagen, dass er keinen Job mehr hat, ist nie schön. Das ist keine Genugtuung», sagt der Italiener. Aber es gebe Hunderte von Leuten, die für das Team arbeiten. «Das muss ich auch berücksichtigen und das Beste fürs Team machen. Deswegen fühle ich mich nicht schlecht.»

Ein später Entscheid

Steiner erklärt zudem, dass man sich nicht gegen Schumacher, sondern für den neuen Piloten Nico Hülkenberg entschieden habe. Der 35-Jährige hat viel mehr Erfahrung in der Motorsport-Königsklasse, das bringe das Team eher weiter, so Steiner. Und obwohl sich Schumacher während der Saison steigerte, entschied sich der Haas-Teamstall gegen ihn. Das sei ein Grund gewesen, weshalb es so lange gedauert hatte, bis Haas das Aus Schumachers kommunizierte.

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Mick Schumacher fährt vorerst nicht mehr in der Formel 1. 

Mick Schumacher fährt vorerst nicht mehr in der Formel 1. 

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Haas-Teamchef Günther Steiner (l.) erklärt, wie es dazu kam. 

Haas-Teamchef Günther Steiner (l.) erklärt, wie es dazu kam. 

AFP
Der 23-jährige Schumacher habe professionell auf das Aus reagiert, so Steiner. 

Der 23-jährige Schumacher habe professionell auf das Aus reagiert, so Steiner. 

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Steiner gibt zu, dass die Formel 1 ein hartes Geschäft ist. «Wir haben diese Entscheidung für das Team getroffen. Und es heisst ja auch nicht, dass Mick nicht gut genug als Rennfahrer war.» Der Teamchef nimmt zudem sein eigenes Team in die Verantwortung: «Wir waren ja auch nicht fehlerfrei. Diese Fehler müssen wir in der kurzmöglichsten Zeit ausmerzen – und dabei hilft gewöhnlich Erfahrung.»

Schumacher reagierte professionell

Schumacher habe auf die Nachricht seines Aus sehr professionell reagiert, so der Teamchef. «Logischerweise war er nicht glücklich, aber ich habe es ihm, so wie ich bin, sehr offen genau erklärt: ‹Es liegt nicht an deiner Leistung, glücklich wirst du nicht damit sein, aber das ist die Entscheidung, die wir getroffen haben.›»

Was der 23-jährige Deutsche nach seinem zwischenzeitlichen Formel-1-Aus nun tut, weiss auch Steiner nicht, wie er Sport1.de sagte. Ob eine Rückkehr möglich ist, kann er nicht beurteilen. «Wir haben kurz darüber geredet, was er jetzt machen will, aber das ist am Ende seine Privatsache. Ich will da nicht neugierig sein und mich einmischen.»

Zu Mercedes oder Audi?

Schumacher selbst will unbedingt in der Formel 1 bleiben. Das bekräftigte er bereits vor dem GP Brasilien. «Es ist schwierig, die Formel 1 zu vergessen, weil ich diesen Sport liebe. Und deshalb werde ich das auch nicht tun», so der 23-Jährige. Aber welche Optionen hat er? Eine Möglichkeit ist Mercedes. Perspektivisch könnte er als Nachfolger von Lewis Hamilton (37) aufgebaut werden. Dessen Vertrag läuft bis Ende 2023, der Superstar kündigte aber an, diesen verlängern zu wollen. Heisst: Schumacher hätte eine längere Zeit die Rolle als Ersatzfahrer inne. 

Ricciardo bleibt in der Formel 1

Ausserdem dürfte Schumacher wohl auf Audi hoffen. Die Ingolstädter steigen 2026 mit Alfa-Sauber in die Formel 1 ein und haben sich bereits für einen deutschen Fahrer ausgesprochen. Es kann gut sein, dass der 23-Jährige bereits ab 2024 und 2025 für den Rennstall in Hinwil fahren wird. Das berichten zumindest verschiedene Medien. Früher ist nicht möglich, da Valtteri Bottas (33) und Guanyu Zhou (23) noch laufende Verträge haben. 

Wird Mick Schumacher in die Formel 1 zurückkehren?

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(hua/nih)

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