Aktualisiert 09.01.2005 21:33

Nach sieben Jahren Hölle zurück in der Heimat

Sieben Jahre sass Franziska Egli auf Barbados in Haft. Grund: Drogenbesitz. Jetzt ist die 31-Jährige zurück in der Heimat. Noch immer beteuert sie ihre Unschuld.

«Ich bin absolut glücklich, wieder in der Schweiz zu sein», erklärte die Krienserin am Wochenende gegenüber Journalisten. Franziska Egli war am 12. Juli 1997 bei einer Zwischenlandung auf Barbados festgenommen worden. In ihrem Gepäck hatten die Zöllner 850 Gramm Kokain gefunden, versteckt in einem Kuchen. Vom obersten Gericht wurde sie zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Egli beteuerte stets, sie habe nichts von dem Kokain gewusst, vielmehr sei sie von ihrem Freund als Kurierin missbraucht worden.

Mehrmals versuchte sie, eine Überführung in die Schweiz zu erwirken – erfolglos. Das Hin und Her zwischen den Behörden war auch für ihre Mutter Maria (69) unerträglich: «Schon so oft hiess es, sie könne kommen, und dann war trotzdem nichts. Ich glaube nur noch, was ich sehe.» Am Samstag war es so weit: Franziska Egli konnte nach über sieben Jahren erstmals wieder Schweizer Boden betreten. Und nach einer ärztlichen Untersuchung wurde sie bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. An der Medienkonferenz sagte sie: «Ich möchte allen danken, die mir Briefe schrieben, mich anriefen oder einfach an mich dachten. Das hat mich am Leben erhalten.»

(sam)

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