Winkelspinne: Nach Spinnenbiss muss Zürcherin ihre Hand operieren lassen
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WinkelspinneNach Spinnenbiss muss Zürcherin ihre Hand operieren lassen

Die 56-jährige Zürcherin Genilce Brumann ist in ihrer Wohnung von einer Spinne gebissen worden. Sie musste später ihre Hand operieren.

von
Lynn Sachs
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Diese Spinne konnte der Partner von Genilce Brumann dingfest machen. Laut dem Zoo Zürich handelt es sich um eine Winkelspinne.

Diese Spinne konnte der Partner von Genilce Brumann dingfest machen. Laut dem Zoo Zürich handelt es sich um eine Winkelspinne.

Genilce Brumann war von dieser Spinne an der Hand gebissen worden, als sie ihren Arm in eine Jacke steckte.

Genilce Brumann war von dieser Spinne an der Hand gebissen worden, als sie ihren Arm in eine Jacke steckte.

Leser-Reporterin
Nachdem sich die Bisswunde trotz Antibiotikum verschlechtert hatte, wurde die Zürcherin im Spital operiert.

Nachdem sich die Bisswunde trotz Antibiotikum verschlechtert hatte, wurde die Zürcherin im Spital operiert.

Darum gehts

  • Eine 56-jährige Zürcherin wurde von einer Spinne an der Hand gebissen.

  • Nach wenigen Tagen ist ihre Hand auf die doppelte Grösse angeschwollen, sodass sie in Spital operiert wurde.

  • Laut dem Kurator des Zoos Zürich sind Spinnen in der Schweiz meist ungefährlich.

Wer Angst vor Spinnen hat, für den ist das ein Albtraum. Genilce Brumann (56) ist kürzlich von einer Spinne gebissen worden. «Als sie ihren Arm in den Mantelärmel steckte, spürte sie plötzlich ein Stechen an ihrer Hand», erzählt ihre Schwiegertochter Vanessa Salvatore. Nach einigen Stunden habe die Hand stark zu jucken und zu brennen begonnen. Brumann desinfizierte die Stelle.

In den darauffolgenden Tagen verschlechterte sich die Wunde aber. «Nach drei Tagen war ihre Hand auf die doppelte Grösse angeschwollen, stark gerötet und eiterig», so Salvatore. Als sie den Hausarzt aufsuchte, stellte dieser eine Blutvergiftung fest. Der Arzt verschrieb der Zürcherin ein Antibiotikum. Doch die Schmerzen nahmen weiter zu.

So wurde Brumann wenige Tage später im Spital an der Hand operiert. Nun geht es der 56-Jährigen besser: «Sie nimmt weiterhin Medikamente und muss in die Nachkontrolle.» Sie bedanke sich herzlich bei den Ärzten, die ihr schnell und tatkräftig geholfen haben.

Winkelspinnen sind ungefährlich

Der Partner von Brumann konnte die Spinne am Tag nach dem Biss dingfest machen. Laut Pascal Marty, Kurator des Zoos Zürich, handelt es sich beim entdeckten Tier höchstwahrscheinlich um eine Winkelspinne. «Eigentlich sind Winkelspinnen ungefährlich, so wie die meisten Spinnen in der Schweiz», so Marty. Bei einem Spinnenbiss könne es zu einer Rötung oder Schwellung kommen, diese sei aber meist harmlos. «Ich gehe davon aus, dass die Blutvergiftung nicht direkt vom Biss, sondern wahrscheinlich eher durch eine Infektion der Bissstelle ausgelöst wurde.»

2019 wurde in Kaiseraugst AG eine Frau von einer Dornfinger-Spinne gebissen. Wie der Spinnenexperte damals erklärte, ist der Biss zwar nicht angenehm aber auch nicht lebensbedrohlich. Er rät, Bisse von Spinnen und Stiche von Insekten zu desinfizieren. Laut dem Tox Info Suisse muss bei einem Spinnenbiss nur dann der Arzt aufgesucht werden, wenn innert fünf bis zehn Minuten Anzeichen für eine allergische Reaktion auftreten, oder wenn die Symptome um die Bissstelle während 24 Stunden schlimmer werden.

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