Nach Sturz ins Güllenloch: Kuh spektakulär gerettet
Aktualisiert

Nach Sturz ins Güllenloch: Kuh spektakulär gerettet

Das Loch war nur 1 x 1 Meter gross. Deshalb war die Rettung einer Kuh aus dem Güllenloch in Oberwangen für die Feuerwehr äusserst heikel. Die Männer mussten selbst in die Jauche tauchen.

Die Gülle stand zwei Meter tief und reichte bis 30 Zentimeter unter die Decke. Die Kuh drohte zu ersticken. «Deshalb mussten wir ihr ein Seil um den Hals binden und den Kopf aus dem Loch ziehen», sagt Urs Gugger von der Berner Berufsfeuerwehr. «So konnte sie wenigstens atmen.»

Dann wurde die Hälfte der Gülle in zwei Fässer abgepumpt, eine Tierärztin gab der Kuh eine Beruhigungsspritze. Nun folgte für zwei Feuerwehrmänner der unangenehmste Teil der Rettung. «Mit Schutzanzügen und Masken mussten sie in die Jauchegrube steigen», erzählt Gugger. «Nur so konnten sie der Kuh das Rettungsnetz um den Bauch binden.» Mit einem Kran wurde die Kuh dann durch das 1 x 1 Meter grosse Loch gezogen – unverletzt. «Das war schwierig», erklärt Gugger. Denn das Tier konnte nicht waagrecht herausgeholt werden, sondern musste senkrecht hochgehievt werden.

Nach dem dramatischen Unfall von letzter Woche ist die Kuh bereits wieder auf der Weide. Wie sie ins Güllenloch hineingeraten war, bleibt unklar. Rund 40-mal pro Jahr rückt die Berner Feuerwehr zu Tierrettungen aus.

Philipp Probst

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