Nach Todesflug: Leichen verwechselt
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Nach Todesflug: Leichen verwechselt

In Spanien hat ein Skandal um verwechselte Leichen nach dem Absturz einer Maschine mit 62 spanischen Soldaten vor einem Jahr für Empörung gesorgt.

Als Folge wurde ein Wechsel in der Militärspitze eingeleitet. Wie die Zeitung «El Pais» am Freitag berichtete, erhielt über die Hälfte der Hinterbliebenen die falsche Leiche. Dies hätten DNS-Analysen nun ergeben.

Verteidigungsminister José Bono hat nach Informationen der Zeitung beschlossen, die für den Herbst geplante Ablösung von Generalstabschef Antonio Moreno Barberá vorzuziehen. Auch die beiden Generale, die für die Identifizierung zuständig waren, sollen ihres Postens enthoben werden.

Bei dem Absturz einer von der Ukraine gecharterte Maschine vom Typ Jak-42 an der türkischen Schwarzmeerküste waren im Mai 2003 62 spanische Soldaten bei ihrem Heimflug aus Afghanistan ums Leben gekommen.

Ein Vergleich des Erbguts in 39 Fällen zwischen den Hinterbliebenen und den Überresten der Opfer ergab nun, dass 22 Familien die falsche Leiche oder gar Überreste verschiedener Opfer, darunter der ukrainischen Crew, erhalten hatten.

Nur in 17 Fällen wurde die richtige Leiche übergeben. In den übrigen Fällen fehlt noch eine Erbgut-Analyse.

(sda)

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