«Rust»-Filmset: Nach tödlichem Baldwin-Schuss – Produktionsfirma kassiert Höchststrafe
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«Rust»-FilmsetNach tödlichem Baldwin-Schuss – Produktionsfirma kassiert Höchststrafe

Die Aufsicht über Sicherheit am Arbeitsplatz in New Mexico hat die «Rust Movie Productions» mit einer Geldstrafe von 137’000 Dollar belegt. Die Firma habe nicht für die Sicherheit von Schusswaffen am Set gesorgt.

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Die Produktionsfirma des Films «Rust» erhält nach dem tödlichen Schuss-Unfall die finanzielle Höchststrafe von rund 137’000 Dollar.

Die Produktionsfirma des Films «Rust» erhält nach dem tödlichen Schuss-Unfall die finanzielle Höchststrafe von rund 137’000 Dollar.

imago images/ZUMA Wire
Am Filmset hatte sich ein Schuss aus einer versehentlich geladenen Waffe gelöst und Halyna Hutchins tödlich getroffen. Bild: Mahnwache für Halyna Hutchins in Albuquerque am 23. Oktober 2021. 

Am Filmset hatte sich ein Schuss aus einer versehentlich geladenen Waffe gelöst und Halyna Hutchins tödlich getroffen. Bild: Mahnwache für Halyna Hutchins in Albuquerque am 23. Oktober 2021. 

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Die Produktionsfirma habe nicht für die Sicherheit von Schusswaffen am Set gesorgt, urteilte die Aufsichtsbehörde. Beim Laden des Revolvers am Set sei zudem kein Waffenspezialist zugegen gewesen. 

Die Produktionsfirma habe nicht für die Sicherheit von Schusswaffen am Set gesorgt, urteilte die Aufsichtsbehörde. Beim Laden des Revolvers am Set sei zudem kein Waffenspezialist zugegen gewesen. 

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Darum gehts 

Die Aufsicht über Sicherheit am Arbeitsplatz in New Mexico hat die Höchststrafe gegen die Produktionsfirma des Films «Rust» verhängt. «Rust Movie Productions» müsse 136’793 Dollar zahlen, weil die Firma nicht für die Sicherheit von Schusswaffen am Set gesorgt habe, teilte das «Occupational Health and Safety Bureau» am Mittwoch mit. Am Set auf einer Ranch am Stadtrand von Santa Fe hatte Schauspieler Alec Baldwin im Oktober 2021 versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen. 

Alec Baldwin sagte in einem Interview des Senders «ABC News», er habe wie von Hutchins angewiesen mit der Waffe auf sie gezielt. Dabei sei diese losgegangen, ohne dass er den Abzug betätigt habe.

«Offensichtliche Gefahren für Mitarbeitende»

Den Ermittlungen zufolge habe es beim Film «offensichtliche Gefahren für Mitarbeitende hinsichtlich der Verwendung von Schusswaffen» gegeben, sagte Bob Genoway von der Aufsichtsbehörde der Nachrichtenagentur AP. Die Zuständigen hätten diesbezüglich nicht gehandelt.

Der Bericht der Aufsichtsbehörde bestätigt, dass der Regieassistent David Halls Baldwin eine grosskalibrige Schusswaffe übergeben hatte. Beim Laden des Revolvers habe Halls keine Waffenspezialisten am Set zu Rate gezogen. Ermittler werfen der Produktionsfirma vor, keine Massnahmen ergriffen zu haben, um dafür zu sorgen, dass sich keine scharfe Munition vor Ort befand. Damit habe sie gegen Sicherheitsregelungen verstossen.

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(dpa/fis)

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