Abfahrt in Zauchensee – «Das, was ich gebraucht habe» – Gut-Behrami siegt bei Abfahrts-Comeback

Abfahrt in Zauchensee «Das, was ich gebraucht habe» – Gut-Behrami siegt bei Abfahrts-Comeback

Lara Gut-Behrami triumphiert nach ihrer Corona-Erkrankung bei ihrem Abfahrts-Comeback in Zauchensee. Neben ihr schaffen es zwei weitere Schweizerinnen in die Top 10. Die junge Noémie Kolly sorgt derweil für eine Sensation.

von
Lucas Werder
Tobias Matsch

Seit Anfang Dezember hatte Lara Gut-Behrami wegen einer Corona-Erkrankung keine Abfahrt mehr bestritten. Bei ihrem Comeback im österreichischen Zauchensee schlägt die Tessinerin gleich so richtig zu. Nachdem sie schon im Training überzeugte, zeigte die 30-Jährige auch im Rennen eine starke Fahrt und setzte sich mit der Startnummer 9 an die Spitze.

Keine der folgenden Fahrerinnen sollte Gut-Behrami noch vom Leaderthron verdrängen können. Für die 30-jährige Tessinerin ist es der 34. Sieg ihrer Karriere, sie liegt damit auf Rang 9 der ewigen Bestenliste im Weltcup. Zudem ist es ihr 12. Sieg in einer Abfahrt. Die weiteren Podestplätze sicherten sich die Deutsche Kira Weidle und Ramona Siebenhofer aus Österreich. Mit Corinne Suter (7.) und Jasmin Flury (9.) platzierten sich zwei weitere Schweizerinnen in den Top 10.

«Ich habe ein paar Kilo Muskelmasse verloren»

Die Siegerin sagte nach ihrem Triumph gegenüber SRF: «Es ist genau das, was ich gebraucht habe, um wieder in den Rhythmus zu kommen.» Schliesslich kämpfe sie immer noch ein wenig mit der Form und der Fitness, so Gut-Behrami.

Die Tessinerin habe im November nur fünf und im Dezember nur gerade deren drei Tage Ski fahren können. Gut-Behrami: «Ich habe auch ein paar Kilo Muskelmasse verloren, das muss ich wieder aufholen.» So sei es auf jeden Fall cool, dass sie an drei Tagen in Folge auf einem solchen Level fahren konnte.

Kolly fährt auf fantastische Art und Weise auf Platz 14

Für einen Schock-Moment sorgte Saison-Dominatorin Sofia Goggia. Die Italienerin, die alle drei Abfahrten in dieser Saison für sich entscheiden konnte, stürzte auf dem Weg zur neuen Bestzeit. Glück für die Olympia-Favoritin – sie konnte nach kurzer Unterbrechung selbstständig ins Ziel fahren. Das selbe gilt für die Österreicherin Michaela Heider, die ebenfalls einen spektakulären Sturz einstecken musste. Selbst der Helikopter musste bei ihr kommen, doch dieser wurde dann zum Glück dennoch nicht gebraucht.

Für Furore sorgte dann noch Noémie Kolly. Die junge Schweizerin raste mit der Startnummer 38 in die Top 20. Dank einer sensationellen Fahrt fuhr sie auf Platz 14. Für Kolly ist es das 3. Weltcup-Resultat in den Top 20 in ihrer Karriere. (law/nih/sih)

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Samstag, 15.01.2022

TOLLE FAHRT VON KOLLY

Was war das denn? Die junge Schweizerin rast mit der Startnummer 38 in die Top 20. Dank einer sensationellen Fahrt fährt sie auf Platz 14. Wir sind beeindruckt. Für Kolly ist es das dritte Weltcup-Resultat in den Top 20 in ihrer Karriere.

OH NEIN!

Michaela Heider aus Österreich stürzt schwer. Der Sturz, er sieht übel aus. Im unteren Teil verhakt sie sich und prallt mit voller Geschwindigkeit in die Abschrankung. Der Schreck ist gross, selbst der Helikoper kommt. Doch dieser wird dann zum Glück nicht gebraucht, nach einiger Zeit kann die 26-jährige Österreicherin selbstständig ins Ziel fahren.

Sieg steht wohl fest

Lara Gut-Behrami holt sich in den spektakulären Abfahrt von Altenmarkt Zauchensee den Sieg. Sie profitiert von einem Sturz der Saison-Dominatorin Sofia Goggia. Neben der Tessinerin schaffen es auch Corinne Suter (7.) und Jasmine Flury (9.) in die Top Ten.

Das Podest wird von Kira Weidle aus Deutschland und der Österreicherin Ramona Siebenhofer komplettiert.

Damit darf sich die Schweiz über einen weiteren Sieg freuen. HOPP SCHWIZ!

31. Wendy Holdener

Holdener zeigt auch ein solides Rennen. Sie fährt auf den 24. Zwischenrang.

30. Suter Jasmina (SUI)

Eine Schweizerin beendet die Top 30 in diesem Rennen. Jasmina Suter hat in den letzten Wochen im Europacup überzeugt. Das der Weltcup eine andere Schuhgrösse ist, zeigt aber dieses Rennen hier. Trotz engagierter Fahrt kann Suter nicht mit den Besten mithalten. Am Ende landet sie auf dem 26. Zwischenrang.

+2.48

25. HAEHLEN JOANA (SUI)

Nun kommt die nächste Schweizerin. Haehlen liegt leider oben bereits mit 0.63 Sekunden zurück. Trotz einem weiten Sprung und hohem Tempo verdoppelt sich der Rückstand auf Gut-Behrami im Mittelteil. Das wird wohl heute nichts. Joana Haehlen rangiert sich auf dem 20. Zwischenrang ein.

+2.12

Keine Gefahr

Fahrerin für Fahrerin verliert weit über eine Sekunde auf die Tessinerin. Sie kommen nicht mehr an die Top-Zeit von Gut-Behrami ran. Deshalb kommt der Sieg damit immer näher.

21. REISINGER Elisabeth (AUT)

Oben hält Reisinger relativ gut mit. Danach verliert sie aber auf einen Schlag sieben Zehntel. Danach kommt kontinuierlich Zeit dazu. Im Ziel reicht das nur für Zwischenrang 17.

+2.10

Du sagst es Bernhard:

20. VENIER Stephanie (AUT)

Oben liegt die Österreicherin bereits eine knappe Sekunde zurück. Auch Venier bleibt Gut-Behrami an der Spitze fern. Mit ihrer Fahrt reiht sie sich auf dem letzten Zwischenrang ein. Bitter!

+2.76

19. DELAGO Nadia (ITA)

Nun ist die jüngere Delago-Schwester gestartet. Sie wurde in den letzten Abfahrten zweimal Sechste und einmal Achte. Sie liegt zwar hinter Gut-Behrami, bleibt jedoch stets an der Tessinerin dran. Unten kommen dann nochmal zwei Zehntel dazu. Im Ziel landet Delago auf Rang vier. Sie scheint zufrieden.

+0.52

18. STUHEC Ilka (SLO)

Auch sie hatte nach Weihnachten Covid. Sie kehrte erst vor einer Woche auf den Schnee zurück. Oben fehlen ihr bereits sechs Zehntel auf Gut-Behrami. Der Rückstand wird gemächlich grösser. Stuhec reiht sich auf dem zwölften Zwischenrang ein.

+1.64

17. LEDECKA Ester (CZE)

Im Starthaus steht der nächste Gradmesser für Gut-Behrami. Im Training war sie sieben Zehntel schneller als die Tessinerin. Heute unterläuft ihr oben aber ein grosser Patzer. Weil sie sich aufs Snowboard konzentriert hat, merkt man ihr den Trainingsrückstand an. Die Energie ist da nicht mehr so da. Weniger locker wie im Training. Deshalb wird auch sie Lara Gut-Behrami nicht gefährlich und wird siebte.

+1.06

16. BRIGNONE Federica (ITA)

In den Trainings hatte sie etwas Mühe bei den Sprüngen. Heute ist sie deshalb etwas zu vorsichtig. Ihre Landungen sind nach wie vor hart. Die Technikerin zeigt im Mittelteil aber eine super Linie. Dennoch ist der Rückstand zu gross. Im Ziel liegt sie auf Rang fünf.

+0.87

15. TIPPLER Tamara (AUT)

Wie Corinne Suter kommt Tippler oben von der Linie ab und kommt etwas schräg in den ersten Sprung hinein. Ihr fehlt es überall einige Meter auf die Ideallinie. So wird sie weit zurückgereicht. Tippler landet am Ende des Klassements.

+2.34

14. SCHEYER Christine (AUT)

Scheyer gewann diese Abfahrt im Jahr 2017. Es sei ihre absolute Lieblingsabfahrt. Heute kommt sie aber nicht an ihre damalige Leistung heran. Die Österreicherin fährt in der Region von Flury und landet zwei Hundertstel hinter der Schweizerin auf dem siebten Rang.

+1.26

13. CURTONI Elena (ITA)

In den Trainings wurde sie 13. und 26. Heute liegt sie ebenfalls etwas zu weit zurück. Auch Curtoni ist heute keine Gefahr für Gut-Behrami.

+1.35

12. FLURY Jasmine (SUI)

Nun aber Augen auf die nächste Schweizerin! Oben verliert sie zu viel Zeit. Danach hält sie den Schaden zwar in Grenzen, kann aber ihrer Landsfrau auf dem Leaderthron nicht gefährlich werden. Im Ziel ist es Zwischenrang sechs für Flury.

+1.24

11. PUCHNER Mirjam (AUT)

Die Österreicherin hat ebenfalls Mühe und rangiert sich auf Zwischenrang acht ein.

+1.80

Das sagt Priska Nufer:

«Ja, es war keine optimale Fahrt. Sicher besser als im Training, aber da geht noch mehr. Ich hatte heute Mühe richtig über den Ski zu kommen. Deshalb war das heute nicht so einfach.»

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