Aktualisiert 08.09.2009 20:10

MarkkanenNach Tragödie soll nun die Sonne scheinen

Letzte Saison erlebte Jussi Markkanen (34) in Russland die Hölle. Nun hofft er, mit seiner Familie in Zug das Glück gefunden zu haben.

von
Marcel Allemann

EVZ-Trainer Doug Shedden hat im Frühling den langjährigen Goalie Lars Weibel aussortiert. Für seinen Wunschkeeper hat der Kanadier sogar die Position eines ausländischen Feldspielers geopfert. Entsprechend happy ist Shedden nun, dass dieser in der Person seines früheren Weggefährten Jussi Markkanen (Jokerit Helsinki, finnische Nationalmannschaft) den Weg nach Zug gefunden hat: «Von ihm sah ich eine der besten Goalie-Leistungen, die ich je gesehen habe.»

Markkanen bringt die Erfahrung von 134 NHL-Spielen (Edmonton Oilers, New York Rangers) mit. Letzte Saison spielte er für ZSKA Moskau. In dieser Zeit erlebte Markkanen zusammen mit seiner Frau Sanna den blanken Horror. Ihr vierjähriges Söhnchen Oli-Matias fiel beim Spielen aus dem offenen Wohnungs-Fenster und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Nach diesem schweren Schicksalsschlag kann es für die Markkanens in Zug nur besser werden. Was reizt ihn an der NLA? «In erster Linie die Herausforderung, eine neue Liga und ein neues Land kennenzulernen», sagt der Blondschopf. Dass finnische Goalies dank den Leistungen von ZSC-Hexer Ari Sulander in der Schweiz einen guten Ruf haben, weiss er: «Ich kenne Sulander zwar nicht persönlich, aber über seine grosse Karriere bin ich bestens informiert.» Nun möchte Markkanen in der Schweiz zu einem Begriff werden. «Ich muss sicher noch die gefährlichsten Spieler der anderen Mannschaften kennenlernen», sagt er, «aber der Puck ist hier gleich gross wie überall und für mich geht es ja nur darum, diesen zu blockieren.»

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