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Nach Trennung Frau erschossen: Urteil verschärft

Das Basler Appellationsgericht hat das Urteil gegen einen Mann verschärft, der im März 2004 seine Frau getötet hatte. Der 44-jährige Serbe wurde wegen Mordes und versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt.

Erstinstanzlich hatte das Basler Strafgericht den Mann im August 2005 wegen vollendeter und versuchter vorsätzlicher Tötung zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Staatsanwaltschaft reichte gegen dieses Urteil Appellation ein.

Appelliert hatten auch die Angehörigen des Opfers: Das Appellationsgericht erhöhte nun die Genugtuungsforderungen der Eltern auf je 20 000 Franken. Einer in der Region Basel lebende Schwester der getöteten Frau wurden zudem 5000 Fr. zugesprochen.

Der Angeklagte, ein aus dem Kosovo stammender Serbe, hatte im März 2004 seine um sechs Jahre jüngere Frau erschossen. Zur Tat kam es, als die getrennt von ihrem Mann lebende Gattin die Scheidung anstrebte. Das Opfer stammte aus Serbien und war dort als Ärztin tätig gewesen.

Nachdem der Mann seine Frau an deren Wohnort an der Hagenthalerstrasse getötet hatte, gab er fünf Schüsse auf eine Wohnung in einer Nachbarliegenschaft ab, in der er Verwandte der Ehefrau vermutete. Danach richtete er die Waffe, in der sich keine Munition mehr befand, gegen sich selbst und begab sich dann zum nächsten Polizeiposten. (sda)

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