Nach Unfall: Bahn will Sicherheit erhöhen
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Nach Unfall: Bahn will Sicherheit erhöhen

Der Tod des 10-jährigen Mädchens, das am Wochenende vor die Frauenfeld-Wil-Bahn kam, wirft Sicherheitsfragen auf. Das Bahn-Management will sämtliche Übergänge der Unfallstrecke sichern.

«Wir sind schockiert. Der Unfall macht uns alle sehr betroffen», sagte Hansjürg Düsel, Direktor der Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB), gestern. Es werde derzeit sehr viel gemacht, damit die Bahnübergänge der Strecke Frauenfeld–Wil sicherer würden, so Düsel. Eine hundertprozentige Sicherheit werde es aber leider nie geben: Gegenüber solch schlimmen Unfällen sei man machtlos. Auf dem Netz der FWB gibt es insgesamt 88 Übergänge, 41 davon sind gesichert.

Bei den restlichen 47 ist man daran, die Sicherheit zu verbessern. 18 werden bis Mitte des nächsten Jahres mit Signalen oder Schranken versehen oder sie werden aufgehoben. Die 18 Übergänge stehen auf der Liste des Bundesamts für Verkehr der gefährlichen Niveauübergänge und haben deshalb oberste Priorität. Bis 2014 wollen die FWB laut Düsel auch alle anderen Übergänge in Angriff nehmen.

Darunter ist auch der Unfallübergang vom Samstag. «Die Priorität dieses Bahnübergangs bei der Sanierung wird nach dem tragischen Ereignis neu beurteilt», so Düsel. Laut der Kapo Thurgau ist es auf dem Streckennetz der FWB in diesem Jahr bereits zu sieben Verkehrsunfällen gekommen. Dabei wurde ein Mädchen tödlich, drei andere Personen leicht verletzt.

(feb)

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