St. Gallen: Nach Unfall – Polizei glaubt Fahrer (18) nicht
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St. GallenNach Unfall – Polizei glaubt Fahrer (18) nicht

Ein 18-jähriger Autofahrer verursachte am Dienstag einen Selbstunfall. Der Polizei sagte er, er habe einem Tier ausweichen müssen. Die Spuren sagen etwas anderes.

von
jeh
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Spuren des Unfalls stimmen nicht mit Aussagen überein
Spuren des Unfalls stimmen nicht mit Aussagen überein

Der 18-Jährige setzte seinen BMW in den Randstein. Seine Gründe ...

Stapo SG
... für den Unfall stimmen nicht mit den gesammelten Spuren überein.

... für den Unfall stimmen nicht mit den gesammelten Spuren überein.

Stapo SG

Der 18-jährige Schweizer fuhr am Dienstagabend in St. Gallen gegen 23 Uhr mit seinem BMW von der Rorschacher Strasse auf die Zilstrasse. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Auto und prallte in den Randstein. Verletzt wurde der 18-jährige BMW-Fahrer nicht. Es entstand allerdings Sachschaden am Fahrzeug sowie am Randstein von mehreren tausend Franken. Gemäss den Aussagen des 18-Jährigen musste er einem Tier ausweichen und verlor deshalb die Kontrolle.

Driftspuren entdeckt

Wie Stadtpolizei-Sprecher Dionys Widmer allerdings zu 20 Minuten sagt, stimmen die Untersuchungen vor Ort nicht mit den Aussagen des BMW-Fahrers überein. «Die gesammelten Spuren lassen darauf schliessen, dass der Lenker zu schnell in die Zilstrasse einbog und deshalb den Unfall baute», so Widmer. Es seien unter anderem Driftspuren entdeckt worden sein. Dies habe man dem Schweizer vor Ort mitgeteilt. «Er hat allerdings auf seiner Version mit dem Tier beharrt», sagt Widmer.

Keine Strafmilderung

Fakt ist, dass die mögliche Lüge des 18-Jährigen keine direkten Konsequenzen für ihn haben wird. Dies bestätigt Andreas Baumann von der Staatsanwaltschaft St. Gallen. «Wenn ein Unfallbeteiligter eine Aussage macht, muss er nicht die Wahrheit sagen», sagt Baumann. Er müsse aber damit rechnen, dass ihm keine Strafmilderung wegen Kooperation gewährt werde. «Wenn die Aussagen vom als bewiesenen Sachverhalt abweichen, wird keine Strafmilderung erteilt», sagt er.

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