Aktualisiert 19.12.2006 22:05

Nach Urteilsverkündung: Pegoraro kandidiert erneut

Das Urteil im Prozess gegen Peter Pegoraro lautet 18 Monate bedingt. Regierungsrätin Sabine Pegoraro will 2007 trotzdem wieder kandidieren.

Der Ehemann der Baselbieter Justiz- und Polizeidirektorin Sabine Pegoraro (FDP) ist gestern zu eineinhalb Jahren Gefängnis bedingt verurteilt worden. Das Basler Strafgericht sprach ihn der ungetreuen Geschäftsbesorgung und mehrfachen Urkundenfälschung schuldig.

«Die letzten Monate waren für mich sehr belastend», liess Sabine Pegoraro gestern verlauten. Sie habe aber bereits bei Bekanntwerden der Strafklage festgehalten, dass der Ausgang des Verfahrens keine Auswirkungen auf ihre Tätigkeit als Regierungsrätin haben werde. Mit anderen Worten: Pegoraro tritt zu den Regierungsratswahlen im Februar 2007 erneut als Kandidatin an.

Rückendeckung erhält sie dabei von ihrem Parteipräsidenten: «Sabine Pegoraro ist persönlich nichts vorzuwerfen. Das hat der Prozess bestätigt», erklärt Peter Tobler. Ähnlich sieht das Peter Zwick, Regierungsratskandidat der CVP: «Man darf daraus keine politische Hetzjagd machen.»

Die Regierungsratskandidaten Eric Nussbaumer (SP) und Jörg Krähenbühl (SVP) wollen allein Pegoraro die Entscheidung überlassen: «Sie muss selbst abschätzen, welche Konsequenzen der Prozess haben soll», so Nussbaumer. Medienprofi Manfred Messmer doppelt nach: «Es hängt jetzt alles davon ab, wie sich Pegoraro in den nächsten Tagen verhält.»

Sabine Knosala

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