17.07.2016 21:57

Gurtenfestival 2016Nach viel Regen kam noch mehr Sonne

Das Gurtenfestival 2016 ist bereits wieder Geschichte. Kalt gelassen hat dieses Openair niemanden. 20 Minuten fasst für Sie die Highlights zusammen.

von
Yves Schott
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Rudimental waren der letzte Act auf der Hauptbühne am Sonntagabend.(17. Juli)

Rudimental waren der letzte Act auf der Hauptbühne am Sonntagabend.(17. Juli)

20 Minuten / Florian Buschor
Aber Scheiss drauf, Güsche ist nur einmal im Jahr. Corinne und Roger Blatter, Raffael Lindt, Andron v. Hodel, Ramara Tauss, Janine Friedli (v.l.n.r.)(17. Juli)

Aber Scheiss drauf, Güsche ist nur einmal im Jahr. Corinne und Roger Blatter, Raffael Lindt, Andron v. Hodel, Ramara Tauss, Janine Friedli (v.l.n.r.)(17. Juli)

20 Minuten / Florian Buschor
Ein glückliches Pärchen. Ob sich die beiden wohl vor dem Gurtenfestival schon gekannt haben?(17. Juli)

Ein glückliches Pärchen. Ob sich die beiden wohl vor dem Gurtenfestival schon gekannt haben?(17. Juli)

20 Minuten / Florian Buschor

Es gibt so Tage, an denen möchte man am liebsten im Bett bleiben. Der Donnerstag war so einer – zumindestn was das Wetter angeht. Da schüttete es doch zum Auftakt des Gurtenfestivals am Nachmittag tatsächlich wie aus Kübeln, die Temperaturen lagen nur knapp über zehn Grad. Platzregen, grosse Pfützen, Nebel. Die 33. Ausgabe des Berner Openairs – 2016 eine Schlammschlacht?

Nicht doch. Die Prognosen stimmten durchaus zuversichtlich. Und tatsächlich: Ab dem späteren Donnerstagabend waren Wolkenbrüche kein Thema mehr und der Gurten erstrahlte endlich in der Sonne. Und auch sonst hatte das Güsche-Publikum Grund zum Strahlen: Die meisten Bands überzeugten, die musikalischen Enttäuschungen hielten sich in Grenzen und am Sonntagmittag gab es zum ersten Mal sogar Comedy zu beklatschen.

Daneben traten einige schräge Vögel in Erscheinung: Menschen, die mit ihren Outfits sicherlich auffallen wollten, vor allem aber den Besuchern ein Schmunzeln aufs Gesicht zu zaubern versuchten. Es folgt eine Bilanz in vier Punkten.

Der intimste Moment:

Ganz alleine sass er da, am Freitagabend auf der Hauptbühne. Nur er, Passenger respektive Mike Rosenberg und seine Gitarre. Und demonstrierte, wie man ein Openair-Publikum verzaubert. «Let Her Go» war dabei, natürlich, sowie weitere kleine Meisterwerke seines Folk-Songwriter-Könnens. Man könnte den Auftritt langweilig nennen – vielleicht. Positiv formuliert: einfach entzückend.

Die grösste Enttäuschung:

Mit viel Pomp und Protz wurden sie angekündigt – und so spielten sie denn auch auf: Muse. Ein Gitarrenriff härter als das andere, so heftig, dass auch hartgesottenen Openair-Gängern irgendwann einmal die Ohren wackelten. Das war zuviel des Guten und der Funke wollte nicht so richtig auf das Publikum überspringen.

Der witzigste Auftritt:

Es war ein Experiment. Und es gelang. Zum ersten Mal trat am Gurten mit Kaya Yanar (43) ein Komiker auf. Und das am Sonntagmittag, wenn viele erst seit ein paar Minuten wach sind, wenn überhaupt. Doch der Deutsch-Türke hatte die Zuschauer schnell auf seiner Seite. Bei den Vergleichen zwischen der Schweiz und Deutschland konnte sich kaum jemand einen lauten Lacher verkneifen: «Ihr fahrt bei euch nur 120 km/h auf den Autobahnen? So schnell parkieren wir in Deutschland rückwärts ein.»

Der schrägste Spruch:

Vielleicht hatte der junge Herr bereits etwas getrunken. Als er jedenfalls das 20-Minuten-Team erblickte, rannte er auf selbiges zu, um dann völlig empört kundzutun: «Jetzt hat mir gerade eine Frau an den Penis gelangt.» Und konnte sich dabei ein Schmunzeln nicht verkneifen. Merke: Am Gurtenfestival geht auch das weibliche Publikum in die Offensive.

Die schönsten Fotos des Gurtenfestival 2016 finden Sie in unserer Bildstrecke.

Das Gurten-Video mit dem schrägsten Spruch des Festivals. (Video: Murat Temel)

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