Aktualisiert 29.06.2019 22:22

ItalienNach Zahnbehandlung kommt Baby tot zur Welt

Eine Frau sucht das Spital von Legnano auf, weil sie starke Zahnschmerzen hat. Am nächsten Tag bringt sie ein totes Kind zur Welt. Nun macht sie der Klinik schwere Vorwürfe.

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Im Spital Mater Salutis von Legnago brachte eine 31-jährige Frau ein totes Kind zur Welt.

Im Spital Mater Salutis von Legnago brachte eine 31-jährige Frau ein totes Kind zur Welt.

Facebook/Ospedale-Mater-Salutis-Legnago
Die Frau wirft dem Spital vor, für den Tod des Kindes verantwortlich zu sein. Sie hatte dort am Tag vor der Totgeburt eine Zahnbehandlung bekommen.

Die Frau wirft dem Spital vor, für den Tod des Kindes verantwortlich zu sein. Sie hatte dort am Tag vor der Totgeburt eine Zahnbehandlung bekommen.

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Die Zahnärzte verzichteten auf eine OP, weil die Frau bereits im siebten Monat schwanger war. Dennoch verabreichten sie ihr ein Betäubungsmittel, um die entzündete Gegend um den Weisheitszeit zu reinigen.

Die Zahnärzte verzichteten auf eine OP, weil die Frau bereits im siebten Monat schwanger war. Dennoch verabreichten sie ihr ein Betäubungsmittel, um die entzündete Gegend um den Weisheitszeit zu reinigen.

Facebook/Ospedale-Mater-Salutis-Legnago

Die Staatsanwaltschaft von Verona befasst sich mit dem Todesfall eines ungeborenen Mädchens. Die Eltern des Kindes haben Anzeige gegen das Spital von Legnano erstattet: Dort hatte die 31-jährige Mutter am Tag vor der Totgeburt eine Zahnbehandlung machen lassen. Sie wirft nun den Zahnärzten in der Klinik vor, ihr während der Behandlung eine zu hohe Dosis Narkose verabreicht zu haben und somit für den Tod des Babys verantwortlich zu sein.

Wie «Corriere della Sera» berichtet, hatte die Frau aus Villa D'Adige in der norditalienischen Region Venetien die Notaufnahme des Spitals aufgesucht, weil ihr Weisheitszahn stark schmerzte. Da die Frau im siebten Monat schwanger war, verzichteten die Zahnärzte auf eine Operation. Stattdessen verabreichten sie ihr ein Betäubungsmittel, um die entzündete Stelle zu reinigen.

Am nächsten Tag meldete sich die Frau erneut beim Notfall, diesmal mit Wehen. Sie wurde sofort in den Kreissaal gebracht, das Baby kam aber tot zur Welt. Der Vater des Kindes äusserte sofort den Verdacht, dass der Tod seiner Tochter mit der Zahnbehandlung zu tun haben könnte und alarmierte die Carabinieri. Die Beamten beschafften sich die Krankenakte der Mutter und ordneten eine Autopsie der Leiche des Babys an.

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