Aktualisiert 28.05.2020 15:59

Aus der Nachbarschaft

Dicker Igel bleibt in Regenrinne stecken und muss gerettet werden

Am Mittwoch rückten Polizei und Feuerwehr in Steinen (D) zu einem besonderen Rettungseinsatz aus. Ein «gut genährter» Igel steckte in einem Rohr fest. Seine Befreiung hatte einen nicht minder dramatischen Einsatzbericht zur Folge.

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Steinen (D), 28. Mai 2020: Polizei und Feuerwehr mussten am Mittwochnachmittag einen Igel aus einer Regenrinne retten.

Steinen (D), 28. Mai 2020: Polizei und Feuerwehr mussten am Mittwochnachmittag einen Igel aus einer Regenrinne retten.

Polizeipräsidium Freiburg
Das «gut genährte» Tier konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus seiner Lage befreien.

Das «gut genährte» Tier konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus seiner Lage befreien.

Polizeipräsidium Freiburg
Der Einsatz war erfolgreich. Nach der Rettung konnte ein Tierarzt dem Igel gute Gesundheit attestieren.

Der Einsatz war erfolgreich. Nach der Rettung konnte ein Tierarzt dem Igel gute Gesundheit attestieren.

Polizeipräsidium Freiburg

Am Mittwochnachmittag ging bei der deutschen Polizei ein verzweifelter Notruf ein. Ein Igel war in Steinen (D), einer Ortschaft unweit von Lörrach (D) ins Fallrohr einer Regenrinne geraten und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Dies berichtet die Polizei auf Facebook. Der «gut genährte» Igel, den die Beamten Eddy tauften, steckte fest. «Auch mit eng angelegtem Stachelkleid ist dem Vierbeiner eine Befreiung aus eigener Kraft nicht mehr möglich», hielt die Polizei im dramatisch abgefassten Einsatzbericht fest.

Die Polizei alarmierte die Feuerwehr. Eine gemeinsame Chancen-Risiko-Analyse habe etwas Mut zur Hoffnung gegeben und ein «riskanter Rettungsplan» wurde geschmiedet. Mit gemeinsamen Kräften gelang es schliesslich, das Tier aus seiner «misslichen Lage» zu befreien, wie es weiter heisst. Die Einsatzkräfte hätten das Rohr freigelegt und das Tier aus dem Rohr hinausgeschubst. Ein aufgebotener Tierarzt beschied dem Igel gute Gesundheit. Eddy konnte danach freigelassen werden.

«Eddy schnaufte zweimal durch, bedankte sich mit einem süßen Igelllächeln bei den eingesetzten Kräften und verkroch sich in seinem Igelverschlag», wird aus dem Einsatzprotokoll zitiert.

Viel Lob für den Einsatz

Auf Facebook ernten die Helfer viel Lob für ihren Einsatz. «Genialer Bericht und wunderschöner Ausgang. Danke, dass es euch gibt. Bleibt gesund, Jungs und Mädels», schreibt eine Userin. «Toll! Vielen Dank an die besten Polizeibeamten überhaupt», schreibt eine andere. Eine Userin fand auch grossen Gefallen an der literarischen Qualität des Polizeiberichts. «Ich üwrde eure Bücher direkt kaufen», teilte sie der Polizei Freiburg in der Kommentarspalte mit. Diese verspricht immerhin, mal darüber nachzudenken.

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