Nachbarn der Clubs Oxa und Jil haben die Nase voll
Aktualisiert

Nachbarn der Clubs Oxa und Jil haben die Nase voll

Das Partyvolk der Oerliker Clubs Jil und Oxa belästigt die Nachbarschaft: Ohne Begleitschutz trauen sich viele Mitarbeiterinnen von Sunrise nachts nicht mehr aus dem Büro.

von
David Torcasso

Die Nachtclubs Oxa und Jil haben einen zweifelhaften Ruf. Abfallberge, Sachbeschädigungen, Schlägereien und Anpöbeleien: Es vergeht kaum ein Wochenende, an dem die Polizei nicht ins Party-Mekka von Oerlikon ausrücken muss. Am letzten Sonntagmorgen kam es mitten auf der Oxa-Tanzfläche zu einer wüsten Auseinandersetzung.

Die Nachbarn fühlen sich zunehmend terrorisiert und sind verunsichert: «Mittlerweile ist es so schlimm, dass sich viele Sunrise-Mitarbeiterinnen am Abend nicht mehr ohne Begleitschutz auf die Strasse wagen», sagt Call-Center-Agent B. F.*. Andauernd werde man von Drogendealern und Betrunkenen ­angepöbelt. Mediensprecher Konrad Stokar sagt: «Wir nehmen das Thema sehr ernst.» Im nahegelegenen Parkhaus Messe Zürich würden immer öfters Velos und Motorräder beschädigt. Nach jedem Wochenende gleiche es einer Mülldeponie. Die Geschäftsführer der Clubs Jil und Oxa schieben sich gegenseitig die Schuld zu: «Wir haben genug Sicherheitsleute, können aber nicht das ganze Areal im Auge behalten», sagt Ramesh Pednekar vom Oxa. Gustav Thöni vom Club Jil verweist auf das Alter seiner Gäste: «Im Oxa ist das Publikum bedeutend jünger – bei uns verkehren Gäste ab 25 Jahren.»

*Name der Redaktion bekannt

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