Euro 08: Nachbarn kennen die Schweiz etwas besser
Aktualisiert

Euro 08Nachbarn kennen die Schweiz etwas besser

Die Fussball-Europameisterschaft Euro 2008 hat die Bekanntheit der Schweiz in Frankreich und Deutschland leicht gesteigert.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die im Auftrag des Bundesamts für Sport (BASPO) erstellt wurde. Auch die Austragungsstädte Bern, Basel, Genf und Zürich seien in den beiden Nachbarländern nun bekannter, teilten Vertreter des BASPO, der Firma Rütter und Partner sowie des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus (FIF) der Universität Bern am Montag vor den Medien in Bern mit.

Kaum verändert hat sich durch die Fussball-Europameisterschaft die Wahrnehmung der Schweiz. «Das Image der Schweiz wurde auf hohem Niveau bestätigt», heisst es in einem Communiqué.

Weitere Studien beschäftigten sich mit den Volunteers, den Besuchern und den wirtschaftlichen Effekten. Die Freiwilligen beurteilten ihren Einsatz an der Euro 2008 demnach als «generell positiv». In erster Linie schätzten sie die Atmosphäre, die Kameradschaft und den Spassfaktor.

Verbesserungspotenzial sahen sie bei der Schulung, der Information, der Verpflegung sowie der Zusammenarbeit zwischen dem Fussballverband UEFA und den Host Cities. Die Chance, an einem Sportevent dieser Grösse dabei zu sein, stellte sich als Hauptmotivation der Volunteers heraus.

Besucher wollen wieder kommen

Sehr positiv bewerteten die in- und ausländischen Besucher die Gastfreundschaft, Sicherheit, Atmosphäre und den Transport. Rund die Hälfte der ausländischen Besucher will demnach in den nächsten Jahren wieder in die Schweiz reisen.

Zuversichtlich zeigten sich die Experten gegenüber den prognostizierten wirtschaftlichen Effekten. Erste Resultate würden sich im «oberen Bereich der Schätzungen von 2007» bewegen. So liege der Gesamtumsatz bei knapp 1,5 Milliarden Franken, die Bruttowertschöpfung bei 870 Millionen Franken und das Arbeitsvolumen bei rund 7000 Jahresarbeitsstellen. (sda)

900 Tonnen Abfall an der EURO 08 produziert

In der Schweiz sind an der EURO 08 rund 900 Tonnen Abfall produziert worden. Pro Spieltag fielen in den Host Cities durchschnittlich 12,4 Tonnen Abfall an, wie aus dem am Montag veröffentlichten Bericht über die nachhaltigen Effekte auf die Umwelt hervorgeht. In den Schweizer Stadien und Fanzonen wurden insgesamt rund 700 000 Kilowattstunden Ökostrom eingesetzt, der grösste Teil davon aus Wasserkraft. Der Hauptteil der ausländischen Besucher reiste mit dem Auto in die Schweiz. Für die Zeit zwischen 2005 und 2008 legten Funktionäre und Mitarbeiter der acht wichtigsten Organisationen rund zwölf Millionen Personenkilometer zurück. 75 Prozent davon entfielen auf den Flugverkehr. (Quelle: AP)

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