Berner Inselspital: Nachkredit für Kinderkliniken nötig
Aktualisiert

Berner InselspitalNachkredit für Kinderkliniken nötig

Für die Sanierung der Kinderkliniken am Berner Inselspital braucht es einen Nachkredit von 24,6 Mio. Franken. Die Berner Kantonsregierung hat die Summe bewilligt.

Nötig wurde der Nachkredit, weil die Sanierung der Kinderkliniken drei Jahre länger in Anspruch nimmt als ursprünglich geplant. Durch die längere Bauzeit, zusätzliche Hygienemassnahmen und bauliche Provisorien sollen die Bauimmissionen auf ein möglichst verträgliches Mass gesenkt werden.

Der Betrieb des Operationstraktes wird neu während der Bauzeit ausgelagert. Am definitiven Standort der Krebsstation wird zudem eine Speziallüftung eingebaut.

Pilzinfektion

Die Sanierung des Gebäudes wurde vor rund drei Jahren bei vollem Spitalbetrieb in Angriff genommen. Insbesondere der Lärm störte sowohl die kleinen Patienten als auch das Personal.

Im März 2007 steckten sich zudem zwei krebskranke Patienten mit einem Pilz an. Weil ein Zusammenhang zwischen dem Pilz und dem Baustaub nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Krebsstation in ein neu erstelltes Provisorium ausgelagert.

Für diese Sofortmassnahmen hatte der Regierungsrat im August 2007 bereits einen Nachkredit von zehn Mio. Franken bewilligt. Bis zur Fertigstellung der Provisorien wurde der Baubetrieb während rund 13 Monaten unterbrochen.

Konzept überarbeitet

Im Juni 2009 gaben Kanton und Inselspital bekannt, dass das Konzept für die Sanierung von Grund auf überarbeitet und die Bauzeit verlängert wurde. Dazu brauchte es einen Nachkredit damals noch unbekannter Höhe.

Insgesamt wird die Instandsetzung der Kinderkliniken nun rund 143 Mio. Franken kosten, wie aus der Mitteilung des Regierungsrates vom Montag weiter hervorgeht. Abgeschlossen wird die Sanierung im Jahr 2015.

In dem 30 Jahre alten Gebäude werden die Haustechnik ersetzt und Brandschutzmassnahmen umgesetzt. Zudem wird das Haus erdbebensicher gemacht.

(sda)

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