Nach YB-Sensation – englische Medien zerreissen Ronaldo und Co.
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Nach YB-Sensation«Nacht voller Erniedrigung» – englische Medien zerreissen Ronaldo und Co.

YB gelingt die Sensation und schlägt im ausverkauften Wankdorf Manchester United mit 2:1. Dieser Überraschungs-Sieg sorgt auch international für grosse Schlagzeilen.

von
Anamaria Peyer
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«Abgeschossen in der Schweiz», titelt der britische Mirror.

«Abgeschossen in der Schweiz», titelt der britische Mirror.

«The Sun» bezeichnet den fatalen Fehlpass von Lingard als «Horror». 

«The Sun» bezeichnet den fatalen Fehlpass von Lingard als «Horror».

Auch auf Social Media gehen viele United-Fans mit Lingard hart ins Gericht nach dessen Fehlpass.

Auch auf Social Media gehen viele United-Fans mit Lingard hart ins Gericht nach dessen Fehlpass.

Darum gehts

  • YB schlägt in der Champions League Manchester United sensationell mit 2:1.

  • Die Medienwelt feiert die Berner und tadelt die englischen Superstars.

  • Vor allem Unglücksrabe Jesse Lingard wird in Englands Medien kritisiert.

Mit einem 2:1 Sieg über den grossen Favoriten Manchester United erspielt sich YB die ersten drei Punkte in der Champions-League-Saison. Lange sieht es danach aus, als würden die Superstars um Cristiano Ronaldo trotz einer Roten Karte zumindest einen Punkt mit nachhause nehmen. Doch in der Nachspielzeit unterläuft Jesse Lingard ein Horror-Rückpass, welcher von Jordan Siebatcheu eiskalt ausgenutzt wird – YB gewinnt verdient mit 2:1 und sorgt damit für europaweite Schlagzeilen.

Engländer echauffieren sich über Fehlpass von Lingard

Die englischen Medien stürzen sich nach dem Spielende auf Lingard. «The Sun» schreibt
«Ronaldo netzt erneut ein, aber ein Horror-Rückpass von Lingard schenkt den Schweizer den späten Siegertreffer.»Der «Guardian» geht mit der ganzen Mannschaft hart ins Gericht und beschreibt die Partie als eine «Nacht voller Demütigung und Erniedrigung». Und die «Daily Mail» findet kritische Worte und schreibt: «Schlampige United wird bestraft.» Die Schlagzeile des «Mirror» lautet: «Shot down in Switzerland!»

Die Deutschen Medien zeigen sich erstaunt über die Niederlage von Manchester United. Die «Bild» schreibt: «Sensation zum CL-Auftakt! Ronaldo verliert in der Schweiz». In der «Frankfurter Allgemeinen» werden die Berner gelobt: «Die Young Boys lassen Manchester alt aussehen». Viele deutsche Portale wie «Sport1» oder der «SportBild» würdigen auch die Leistung des deutschen Trainers David Wagner und nehmen den früheren Schalke-Coach in den Fokus. Die Schalke-nahe Zeitung «Der Westen» schreibt: Sensation! David Wagner schockt die Fußballwelt .

«Wagner gewinnt gegen Manchester, ich glaube die Hölle friert zu»

Die westdeutsche Zeitung zitierte in ihrem Artikel auch einige Schalke-Fans, die es kaum glauben können, dass ihr ehemaliger Trainer plötzlich so erfolgreich ist. «Das Stadion flippte komplett aus und bejubelte die Mannschaft. Die Fans von S04 können es dagegen einfach nicht fassen. «Es tut so weh, so eine kranke Mannschaft unter so einem kack Trainer spielen zu sehen», schrieb einer bei Twitter. Und: «David Wagner gewinnt als Trainer gegen Manchester United. Ich glaube die Hölle friert zu.» In Österreich spricht die «Kronenzeitung» sogar von einer Blamage gesprochen: «Champions League: Ronaldo trifft, doch Manchester blamiert sich».

«CR7 alleine reicht nicht»

«Non basta CR7», titelt die «Gazzetta dello Sport» nach dem historischen YB-Triumph und bezieht sich dabei darauf, dass Cristiano Ronaldo alleine gegen die Berner nicht reichte. Die italienische Sportbibel schreibt in ihrem Text, dass «United gelitten» habe und das die Young Boys Ronaldos europäisches Comeback für Manchester «verdorben» haben.

Die grösste spanische Zeitung «Marca» nimmt bei ihrem Bericht über die Berner Sensation auch vor allem den portugiesischen Superstar in den Fokus. «Die Young Boys verderben Cristiano die Party in der 95. Minute» titeln die Spanier und sprechen von einem «verdienten YB-Sieg», der in der Gruppe eine sehr schöne Ausgangslage herstelle. Auch die Auswechslung von Ronaldo gab bei den Spaniern zu reden. Der Superstar habe bei seinem Gang vom Feld in der 71. Minute einen sehr «unfreundlichen Gesichtsausdruck» gemacht.

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