Nachtbader als Ärgernis
Aktualisiert

Nachtbader als Ärgernis

Benjamin von Stuckrad-Barre holte sich nach einer Lesung den besonderen Kick: Er vergnügte sich im Solbad beim illegalen Nachtbad.

Stuckrad-Barre (29) gilt als Enfant terrible unter den jungen Autoren. Diesem Ruf wurde er letzte Woche in Bern gerecht: Nachts schlich sich der deutsche Pop-Literat ins geschlossene Solbad ein. In der «Berner Zeitung» prahlte er sogar, «widerrechtlich in Unterhosen» rumgepaddelt zu haben. Für eine Stellungnahme war er gestern nicht erreichbar.

Nicht lustig findet man den Vorfall bei der Solbad-Leitung: Ein solcher Blödsinn könne zu tödlichen Unfällen führen, so ein Sprecher. Trotz Bewachung rund um die Uhr habe man vom Einbruch nichts bemerkt.

Nachtbader gibt es auch in den Stadtberner Bädern: «Besonders unangenehm ist es, wenn man am Morgen Tische und Stühle aus dem Bassin fischen muss», nervt sich Hugo Wenger vom Sportamt. Im Dunkeln lauern auch Gefahren wie elektrische Geräte, Wasserpumpen, Bewegungsmelder – oder Bademeister, die sich

die Nachtbuben zur Brust nehmen.

(des/mar)

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