Aktualisiert 18.07.2016 16:02

Weggis

Nachtbuben besprayen Eber mit Farbe

In der Nacht auf Montag wurden in Weggis ein Eber mit Markierspray besprüht. Dabei haben sich die Täter laut einem Experten auch selbst in Gefahr gebracht.

von
bus
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Unbekannte sind in der Nacht auf Dienstag in Weggis in einen Stall eingedrungen und haben dort einen Eber mit Farbe besprayt.

Unbekannte sind in der Nacht auf Dienstag in Weggis in einen Stall eingedrungen und haben dort einen Eber mit Farbe besprayt.

Luzerner Polizei
Auch die Fassade des Schweinestalls haben die Unbekannten verunstaltet. Zudem haben die Unbekannten Begrenzungspfosten ausgerissen und Gartenmobiliar umgeworfen.

Auch die Fassade des Schweinestalls haben die Unbekannten verunstaltet. Zudem haben die Unbekannten Begrenzungspfosten ausgerissen und Gartenmobiliar umgeworfen.

Luzerner Polizei
Weiter wurden an dieser Bushaltestellen Scheiben eingeschlagen. Die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt.

Weiter wurden an dieser Bushaltestellen Scheiben eingeschlagen. Die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt.

Luzerner Polizei

Ausgerissene Pfosten, eingeschlagene Scheiben und ein versprayter Eber: Im Ortsteil Langenzihl in Weggis haben in der Nacht auf Montag Vandalen gewütet.

Die unbekannten Täter sind bei einer Schweinescheune eingedrungen und haben einen Eber versprayt. Meinrad Pfister, Präsident von Suisseporcs, hat einen vergleichbaren Fall noch nie erlebt. «Das ist eine klare Straftat», sagt er. Es handle sich etwa um Hausfriedensbruch. «Wenn das ein Lausbubenstreich gewesen sein sollte, war der unglaublich dumm.»

Eber wiegt 300 Kilo

Die Täter hätten sich auch selbst in Gefahr gebracht, weil sie die Sprayattacke aus einer gewissen Nähe zum Eber verübt haben müssen. «Eine derart aussergewöhnliche Aktion in der Nacht kann bei einem Eber, der gut 300 Kilo auf die Wage bringt, Stress auslösen. Dann kann man für nichts garantieren.»

Fall landet vor dem Richter

Auch Polizeisprecher Kurt Graf sagt: «Ich kann mich nicht daran erinnern, dass bei uns je ein Tier versprüht wurde.» Bei der Spraydose handelt es sich laut Polizeimitteilung um einen Farbstoff, den Landwirte zum Markieren gebrauchen. Ob das Ansprayen des Schweins als Sachbeschädigung oder als Tierquälerei durchgeht, ist noch nicht klar. «Das wird der Richter entscheiden.»

Weiter haben die Unbekannten die Scheiben einer Bushaltestelle eingeschlagen, Gartenmobiliar umgeschmissen und Pfosten ausgerissen. Auch die Aussenfassaden sowie den Vorplatz auf dem Hof blieben nicht verschont. Die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt.

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