Aktualisiert 07.10.2006 07:57

Nachtessen für 17000 Dollar? Roger Federer flippte aus

Nach dem hart erkämpften Viertelfinalsieg in Tokio gegen Nobody Takao Suzuki erlebte Roger Federer beim anschliessenden Nachtessen einen weiteren Schockmoment.

Roger Federer besuchte mit seiner Freundin Mirka Vavrinec ein französisches Restaurant, trank etwas Wein und erfreute sich an einem «exzellenten» Essen, wie Federer in seinem Spielerblog auf www.atptennis.com bekannt gab. Federer gab zu, dass er nach dem harten Spiel im Viertelfinal etwas müde war - vielleicht lags auch an den vielen Reisen des Schweizers, auf jeden Fall vergass der Basler für einen Moment, dass in Japan in Yen gezahlt wird. «Als der Kellner die Rechnung brachte, sah ich, dass das Essen 17'000 gekostet hat. Für eine Sekunde bin ich ausgeflippt. Ich dachte, wie kann das sein, 17'000 Dollar?», so Federer, «habe ich vielleicht das teuerste Glas Wein der Welt getrunken? Oder irgendeine seltene Spezialität gegessen? Erst dann realisierte ich, dass es sich um Yen handelte - und konnte durchschnaufen.»

Alles in allem wars für Federer ein harter Tag. Zuerst musste er um neun Uhr aufstehen («ich bin nicht gerade ein Frühaufsteher. Wenn ich Zeit habe, könnte ich jeweils den ganzen Tag schlafen»), dann stürmte es in Tokyo auf dem Weg ins Stadion, so dass Federer sich vor dem Viertelfinal nicht wie üblich draussen aufwärmen konnte und schliesslich folgte das schwere Spiel gegen den Lokalmatadoren Takao Suzuki. «Das Spiel war hochklassig, fand ich. Beide schlugen exzellent auf und ich hatte etwas Glück, im zweiten Satz das Game zum 7:5 stehlen zu können», so Federer weiter, «auf jeden fall ist es von Tag zu Tag spezieller, im Ariake Colosseum zu spielen. Die Fans sind sehr fair geblieben, auch wenn ich gegen einen ihrer Landsmänner spielen musste. Ich freue mich jetzt schon auf den Halbfinal von Samstag.»

Federer führte weiter aus, dass sein Bein immer noch etwas geschwollen sei und eine kleine Wunde zu sehen sei, doch «harte Männer weinen nicht», meinte Federer in seinem Blog mit einem Augenzwinkern. Ausserdem erzählt Federer eine Story über sein neues farbiges T-Shirt, mit dem er sich aufwärmte und viele Reaktionen hervorrief. Das vom US Open bekannte blaue Shirt ist ein Artikel, der von Sponsor Nike in Zukunft verstärkt gepusht wird. «Der Mann mit dem goldenen Racket» soll es heissen, in Anspielung auf James Bonds «Dem Mann mit dem goldenen Colt» und in verschiedenen Farben erscheinen. Federer bezeichnet sich selbst als «Junkie» des britischen Geheimagenten.

Und nochmal Nike: Nächste Woche fliegt Federer (vor dem Turnier in Madrid) nach Barceona, um einen Werbespot mit anderen Nike-Sportgrössen aufzunehmen - der voraussichtlich aber nur im asiatischen Markt gezeigt wird.

(mat)

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